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Personalsorgen bei Bayer 04

Nach den deutlichen Pleiten gegen Bayern München im DFB-Pokal (2:6) und den BVB in der Bundesliga (0:4) plagen Bayer Leverkusen jetzt auch noch Personalsorgen.
Personalsorgen

Jonathan Tah ist seit 2015 eine feste Stütze in der Bayer-Defensive. Sein Ausfall verschärft die Personalsorgen in der Abwehr dramatisch (Foto: imago/Team 2)

Die Stimmung von Heiko Herrlich war sicher schon mal besser. Kein Wunder angesichts zwei krachenden Niederlagen in Folge, in denen seine  Elf satte zehn Gegentore kassierte. Eigentlich Grund genug, die Abwehr im nächsten Spiel ordentlich umzubauen. Doch dazu ist der Bayer-Coach aufgrund von Verletzungen ohnehin gezwungen.

Jonathan Tah erwischte es gegen Dortmund – Diagnose: Muskelfaserriss im rechten Hüftbeuger. Die Chancen, dass der 22-jährige Innenverteidiger in dieser Saison noch aufläuft sind eher gering. Gleiches gilt für Außenverteidiger Wendell, der an einem doppelten Bänderriss im linken Sprunggelenk laboriert. Er fehlt besonders, sein Ersatz Panagiotis Retsos enttäuschte zuletzt auf ganzer Linie.

Gut möglich also, dass Herrlich Tin Jedvaj noch einmal eine Chance gibt. Der junge Kroate besitzt zwar nach einer langen Verletzung in der Hinserie kaum Spielpraxis, erhielt aber am vergangenen Wochenende nach der Verletzung Tahs mit einer Einwechslung Herrlichs Vertrauen. Ansonsten haben Youngster Benjamin Henrichs sowie die Bender-Zwillinge die besten Chancen auf einen Startplatz. Weitere gelernte Verteidiger sind im Bayer-Kader, der mit 23 Spielern der kleinste der gesamten Liga ist, nicht zu finden.

Nun also ist Heiko Herrlich gefordert, trotz Personalnot ein schlagkräftiges Team aufzustellen. Möglicherweise überrascht der Coach auch mit dem ein oder anderen Experiment, wenngleich der Zeitpunkt nicht gerade geeignet ist. Gegen den VfB Stuttgart (28.04.18), in Bremen (05.05.18) und zuhause gegen Hannover 96 (12.05.18) braucht Bayer dringend Punkte, um im engen Kampf um die Champions League-Plätze die Konkurrenz aus Hoffenheim, Leipzig und Frankfurt hinter sich zu lassen.

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