Köln.Sport

Punkt gegen 96

Am 23. Spieltag der Fußball-Bundesliga haben sich der 1. FC Köln und Hannover 96 vor 48000 Zuschauern im Rheinenergiestadion mit einem 1:1 die Punkte geteilt. Durch den Sieg des FSV Mainz 05 am Freitagabend hat das Ruthenbeck-Team nun neun Punkte Rückstand auf den Relegationsrang.
Risse Hannover

Purer Frust: Nach dem (leider) zurecht aberkannten Tor von Claudio Pizarro in der Nachspielzeit hat Marcel Risse Gesprächsbedarf mit den Schiedsrichtern (Foto: imago/Herbert Bucco)

Im Vergleich zum vergangenen Spieltag in Frankfurt stellte Stefan Ruthenbeck sein Team auf zwei Positionen um. Für Matthias Lehmann begann Marcel Risse, Jhon Cordoba, zuletzt noch in der Startelf, stand zur Überraschung vieler nicht einmal im Kader und wurde durch Yuya Osako ersetzt.

Der Japaner war es dann auch, der in der ersten Halbzeit die erste Duftmarke setzte, gemeinsam mit Simon Terodde aber an Hannover-Schlussmann Tschauner scheiterte (10.). Es entwickelte sich ein lauf- und kampfintensives Spiel, beide Mannschaften kämpften um jeden Zentimeter.

Führung durch Osako, Ausgleich durch Füllkrug

In Minute 30 war es dann soweit: Nach einem Hector-Freistoß von der rechten Seite gab es Getümmel im Strafraum der Hannoveraner, als Osako am schnellsten schaltete, den Ball zwischen zwei Bewacher hindurch mitnahm und mit links trocken ins kurze Eck abschloss.

Doch wie so oft in dieser Saison hielt der Jubel nicht lange: Nur sieben Minuten später stellten die Gäste in Person von Niklas Füllkrug nach einer sehenswerten Kombination erneut den Ausgleich her. Auch wenn die Gäste die Kombination fein ausspielten, sah die FC-Abwehr nicht sonderlich gut aus. So ging es mit 1:1 in die Pause.

Wilder zweiter Durchgang

In Halbzeit zwei kam zunächst überhaupt kein Spielfluss zustande, beide Mannschaften fielen eher durch Fouls, Nickeligkeiten und kleinere, harmlose Rangeleien auf. Nicht so harmlos war dann das Foul von Hannovers ansonsten starkem Abwehrchef Salif Sané, der Simon Terodde mit hohem Bein voll im Gesicht traf. Kölns in dieser Saison bislang treffsicherster Stürmer musste vom Platz getragen werden (58.).

Angestachelt von den eigenen Fans, die die Mannschaft das gesamte Spiel über unterstützten, entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, der FC wechselte offensiv und brachte Oldie Claudio Pizarro (85.). Der Peruaner war es dann auch in der Nachspielzeit, der für Jubelstürme in Müngersdorf sorgte, als er nach einer Risse-Flanke den Ball ins Tor köpfte. Doch der Jubel währte nicht allzu lang: Der Videoschiedsrichter hatte korrekterweise eine Abseitsstellung von Marcel Risse vor der Flanke erkannt.

So tritt der FC weiterhin auf der Stelle. Am nächsten Wochenende geht es dann zum letztjährigen Vizemeister RB Leipzig.

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