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FC: Die Lehren aus der Meisterschaft

Die U17 des 1. FC Köln hat am Wochenende die Deutsche B-Jugend-Meisterschaft gewonnen. Dies sollten schon jetzt auch die Verantwortlichen der Profis auf dem Schirm haben. Der Köln.Sport-Kommentar.
Kommentar U17

Deutscher Meister Effzeh: Die B-Junioren nach dem 3:2-Sieg in Dortmund. (Foto: imago images/Eduard Bopp)

Deutscher Meister Effzeh! Was viele Fans im RheinEnergieStadion an jedem Bundesliga-Wochenende scherzhaft singen, haben die B-Junioren des FC am Wochenende umgesetzt. Mit 3:2 gewannen die Kölner im Finale bei Gastgeber Borussia Dortmund und holten so die B-Junioren-Meisterschaft. Es war die erste Niederlage für den BVB in der U17-Saison, keines der 26 Spiele in der Saison ging verloren. Ein Triumph der Kölner, zu dem auch Profis wie Thomas Kessler, Marco Höger und Anthony Modeste auf den sozialen Netzwerken gratulierten.

Dass der 1. FC Köln im Jugendbereich eine der Top-Adressen in Deutschland ist, ist dabei nichts neues – dass es von diesen hochveranlagten Spielern aber nur die wenigsten in den erweiterten Profi-Kreis schaffen, auch. Klar ist, dass solch ein Titelgewinn nicht bedeutet, dass man die Startelf irgendwann so in der Bundesliga sehen wird – doch trotzdem muss sie bereits in der B-Jugend ein wichtiges Zeichen für die Zukunft sein.

Denn die Profis, die es aus der oftmals erfolgreichen FC-Jugend in die Spitze schafften, lassen sich in den vergangenen Jahren an einer Hand abzählen. Für die neue Saison scheint der hochveranlagte Fritz-Walter-Medaillen-Gewinner Noah Katterbach näher an die Profis zu rücken, hinten links dürfte er gegen Nationalspieler Jonas Hector allerdings erstmal für lange Zeit das Nachsehen haben.

Natürlich ist das Geschrei nach jungen Spielern vor jeder Saison groß, die zunehmende Wut darüber, dass keiner der Nachwuchskicker eine Chance bekommt, während der Saison ebenfalls. Da der FC im nächsten Jahr wieder in der Bundesliga spielt und um jeden Preis den Klassenerhalt schaffen will, scheint es eher unwahrscheinlich, dass einer der jungen Spieler eine tragende Rolle einnimmt, Verletzungen der Profis ausgenommen. Doch begehrte Spieler wie Florian Wirtz und Marvin Obuz, die selbst offen formulieren, einmal ihr Profidebüt in Köln geben zu wollen, müssen Signale bekommen. Indem der ein oder andere Spieler aus der U21 auch mal einen Kurzeinsatz erhält, vielleicht auch mehr. Indem klar wird, dass auf die eigene Jugend gesetzt wird, statt wie zuvor junge Spieler von anderswo zu verpflichten. Damit die Jugend des Effzeh in Zukunft auch für den Profibereich Früchte tragen kann. Und dieser Triumph, der dritte der Kölner Vereinsgeschichte in der U17, nicht nach einigen Wochen wieder vergessen ist.

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