Köln.Sport

Fans starten in die neue Saison

Bestes Wetter, beste Laune und 50.000 Partygäste – der 1. FC Köln hat am Sonntag in Müngersdorf die kommende Saison eröffnet.
Saisoneröffnung

Rund 50.000 FC-Fans schunkelten sich am Sonntag rund um das Stadion für die kommende Zweitligasaison warm (Foto: imago/Chai v.d. Laage)

Ein absoluter Pflichttermin ist die Saisoneröffnung des 1. FC Köln für zahlreiche Anhänger mittlerweile geworden, Jahr für Jahr pilgern Zehntausende am Sonntag vor dem ersten Pflichtspiel der neuen Spielzeit auf die Stadionwiesen – unabhängig der Ligazugehörigkeit. Auch an diesem Wochenende zeigte sich das, am Massenansturm war nicht zu erkennen, dass es 2018/19 statt gegen Bayern und Dortmund gegen Regensburg und Heidenheim geht.

„Den Rest vom Hals halten“

Das man Erstgenannte jedoch auch in der kommenden Saison lieber zu Besuch hätte, daraus machten die Verantwortlichen keinen Hehl. „Wir sind top aufgestellt, nur in der falschen Liga. Ich gehe davon aus, dass wir das schnell reparieren und aufsteigen“, verkündete Präsident Werner Spinner, Vize Toni Schumacher legte in seiner unnachahmlichen Art nach: „Ich habe im Urlaub einige Hamburger getroffen und mit ihnen beschlossen, dass wir uns den Rest vom Hals halten. Wir haben ein tolles Trainerteam, eine tolle sportliche Leitung, eine Klassemannschaft.“ Tosender Applaus beim gut gelaunten Anhang.

Das Highlight, aller Kampfansagen zu Trotz, war jedoch auch in diesem Jahr wieder die Vorstellung der Mannschaft, die in kleinen Gruppen nach und nach die Bühne betrat und kurze Interviews gab. Auch junge FC-Fans standen mit auf der Bühne, fragten etwa Timo Horn nach seinem sportlichen Vorbild und Marcel Risse danach, ob das Training unter dem neuen Coach Markus Anfang denn härter sei als das, was er sonst in seiner Laufbahn bisher erlebt habe.

Kasalla und Kölsch für lau

Der neue Trainer war es dann auch, der mit den größten Beifall bekam – und in den auch die größte Hoffnung gesetzt wird. Grund dazu gibt es reichlich, nicht wenige FC-Fans werden noch die offensiv starken Testspiel-Auftritte gegen Bremen und Mainz im Kopf gehabt haben. „Ich bin Kölner, mir muss keiner die Stadt erklären“, sagte er und lächelte sichtlich bewegt in Richtung der 50.000 rot-weißen Jecken. Die Euphorie in der Domstadt ist ungebrochen, die Fans glauben an den Wiederaufstieg – und die neue sportliche Führung ihres Clubs, die mit sieben Neuzugängen und einem komplett neuartigen Spielsystem ordentlich frischen Wind ans Geißbockheim gebracht hat.

Auch abseits der Teamvorstellung war eine Menge geboten, unter anderem traten Rapper Mo-Torres, die Höhner sowie Kasalla auf. Die Schlangen an den Autogrammzelten kannten wie schon in den Vorjahren keine Grenzen, hinter der Südkurve schenkte Gaffel zudem das Freibier aus für die Tore, die der FC in der vergangenen Spielzeit zuhause geschossen hat. Die Fans griffen freudig zu – in der Hoffnung, dass im kommenden Jahr deutlich mehr Liter dazukommen werden.

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