Köln.Sport

Der KS-Kommentar zum Geißbockheim

In der Debatte um einen eventuellen Ausbau des Geißbockheims hat Henriette Reker einen radikalen Richtungswechsel durchgeführt, wie es Pierre „Litti“ Littbarski nicht besser konnte. Der Köln.Sport-Kommentar zur Situation am GBH.
Edi_Fred

Henriette Reker sorgte mit ihren Kommentaren zum Geißbockheim-Ausbau im FC-Lager für Unverständnis. (Foto: imago images/Sven Simon)

Sie sind ein Schlitzohr, Frau Reker!

Und ziemlich sportlich sind Sie wohl auch! Obwohl man Ihnen ja eigentlich nachsagt, dass Sie mit Sport gar nichts am Hütchen hätten …

Alles Fake News, oder?

Denn wie Sie zum Bespiel zuletzt in der Debatte um die Erweiterung des Geißbockheims aus dem Nichts heraus einen radikalen Richtungswechsel durchgeführt und einen Haken geschlagen haben, wie es früher Pierre „Litti“ Littbarski kaum besser konnte – wirklich saustark!

Selbst Surfer oder Skateboarder schneiden solche Cutbacks oder 180er nicht derart hemmungslos radikal wie Sie – denn bei solchen Stunts heil zu bleiben, das schafft nicht jeder!

Sie wahrscheinlich schon!

Und Sie kriegen für die Volte möglicherweise sogar noch eine fette Belohnung: eine zweite Amtszeit als Oberbürgermeisterin von Köln.

Sie Schlitzohr!

Dass Sie dafür mal eben die Jungs des 1. FC Köln „rasiert“ haben – für Sie wohl ein akzeptabler Kollateralschaden.

Ihr Cut von Pro zu Kontra passt eben derzeit so schön in den kölschen Zeitgeist, dem Sport die kalte Schulter zu zeigen. Dazu ein Dolchstoß unter dem Stichwort „Klimanotstand“, und schon ist bei Ihnen politisch grüne Welle.

Okay, den Klimanotstand wird niemand anzweifeln, und spürbare und messbare Maßnahmen dagegen gilt es unbedingt umzusetzen.

Aber ist die These – „Mehr Sport und mehr Platz dafür bringen das Klima in Not, und die Wiesen, die Bäume, die Fledermäuse und den Denkmalschutz“ – nicht etwas zu überzogen?

Und die Argumente dafür? Die üblichen. Und in Sachen Geißbockheim recht leichtgewichtig im Vergleich zu dem, was ansonsten in den Klimadebatten in Köln zu hören ist.

Interessant dagegen ein paar Bemerkungen, die jetzt zu lesen waren.

Gefragt und argumentiert hatte Lionel Souque. Der Mann ist zwar Chef von Effzeh-Hauptsponsor Rewe, dazu noch Aufsichtsrats-Chef des Klubs und damit Partei, aber seine Anmerkungen – hier in meinen Worten – waren schlau:

# Sportler aus dem Grüngürtel zu verbannen, der seit einhundert Jahren auch für die Sportler erhalten wird, erscheint widersinnig;

# wirklich alles neu zu bauen an einem anderen Standort bedarf viel mehr Aufwand, wird teurer, belastet auch;

# das gute Geld, das bislang fürs und rund ums Geißbockheim ausgeben wurde, auch von der Stadt, wirkt mit einem Mal wie zum Fenster rausgeschmissen.

# Und: Was passiert eigentlich mit Restaurant, Büro, Sportanlagen?

# In Summe also ein großes Opfer für eine … wie hohe Beeinträchtigung des Stadtklimas?

Klingt nachvollziehbar! Und gehört mal dringend abgearbeitet!

Ansonsten wird ja jetzt erst einmal der breite Bürgerwille abgefragt, rund 7.000 schriftliche Stellungnahmen zur Sache auf der Gleueler Wiese sollen dazu bei der Stadt gelandet sein.

Das Auswerten wird dauern, und was bewirken? Zumindest die Naturschützer haben schon angekündigt zu klagen, wenn ihnen das Votum nicht passt. Mmmhhh …!

Und so wird am Ende wohl ein Gericht entscheiden, was passiert im Äußeren Grüngürtel.

Hoffen wir mal, dass zumindest hier jemand was am Hut hat mit Sport…

von Fred Wipperfürth

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