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Handball: EM-Helden brillieren im „Henkelmännchen“

Julius Kühn trifft im Handball-Länderspiel Deutschland gegen Dänemark

Überzeugte in der Lanxess-Arena mit sechs Treffern gegen Dänemark: Julius Kühn (VfL Gummersbach)
Foto: imago/mika

Auf dem Weg nach Rio kommt die deutsche Handball-Nationalmannschaft immer besser in Fahrt. Beim Gastspiel in Köln siegte der Europameister deutlich gegen Dänemark.

Die Rückkehr in die Lanxess-Arena hat die deutsche Handball-Nationalmannschaft trotz der Turbulenzen um den ursprünglichen Termin nicht bereut: Gegen Dänemark kam die Mannschaft von Trainer Dagur Sigurdsson zu einem deutlichen 33:26 (17:15)-Erfolg und scheint auf dem Weg zu den Olympischen Spielen in Rio immer besser in Fahrt zu kommen. Vor 13.122 Zuschauern waren Kapitän Uwe Gensheimer (Rhein-Neckar Löwen) mit acht Treffern und der Gummersbacher Rückraumspieler Julius Kühn (sechs Tore) die erfolgreichsten Werfer des Europameisters.

„Man hat gesehen, dass wir eine Trainingswoche hatten. Wir waren im Rhythmus drin, das hat Dänemark gefehlt. Außerdem mussten sie auf sehr starke Spieler verzichten. Wir sind zufrieden mit den Jungs und ihrer Einstellung. Das war ein gutes Spiel“, war Sigurdsson mit dem Auftritt seiner Schützlinge sehr zufrieden. Danach richtete der Isländer das Wort an die zahlreich erschienenen Fans, denen auch der neue Termin am Samstag nicht den Spaß am Handball genommen hatte: „Bedanken wollen wir uns bei den Zuschauern – wegen des Verständnisses für die Terminverlegung, aber auch für die Unterstützung.“

Dabei kam der Europameister nur holprig in die Partie, doch nach einem 2:4-Rückstand nach wenigen Minuten drehte die DHB-Auswahl mächtig auf: Variantenreich und druckvoll in der Offensive, hinten mit einem starken Mittelblock vor dem abermals überzeugenden Andreas Wolff (HSG Wetzlar) im Tor – die Dänen hatten ohne ihren Superstar Mikkel Hansen (Paris St. Germain) ihre liebe Mühe und Not mit den „Bad Boys“, wie sich das deutsche Team selbst betitelt. Die 17:15-Halbzeitführung war daher vollkommen gerechtfertigt und wurde auch nicht mehr hergegeben. Starke Spielzüge und mehrere Glanzparaden des eingewechselten Schlussmanns Silvio Heinevetter (Füchse Berlin) ließen den Vorsprung der Sigurdsson-Schützlinge immer weiter anwachsen.

Spätestens nach dem 31:24 durch Jannik Kohlbacher (55.) feierten die über 13.000 Zuschauer in der Lanxess-Arena die DHB-Auswahl, die im Prestigeduell mit den Dänen letztlich einen deutlichen Erfolg einfahren konnte. Bei der Europameisterschaft im Januar setzte sich das deutsche Team noch knapp mit 25:23 gegen den zweifachen Titelträger durch. „Die Dänen haben eine tolle Mannschaft. Wir haben dennoch das Spiel dominiert und sind in der zweiten Halbzeit nie wirklich in Gefahr geraten. Daran wollen wir morgen anknüpfen“, erklärte Deutschlands Schlussmann Andreas Wolff nach seiner „Henkelmännchen“-Premiere. Am Sonntag tritt die DHB-Auswahl in Gummersbach gegen Österreich an.