Köln.Sport

28. Mehl-Mülhens-Rennen

Quelle: IMAGO

Das 28.Mehl-Mülens-Rennen wird ein vielversprechendes Erlebnis für Pferdefans

Am 20. Mai 2013 nehmen zahlreiche Reiter aus ganz Europa am Mehl-Mülhens-Rennen teil, das mittlerweile als Internationaler Klassiker angesehen wird. Starter aus England, Frankreich und Deutschland werden ab 14:40 auf der Galopprennbahn in Köln-Weidenpesch um die Wette reiten.

In der weit über 25-jährigen Geschichte des Mehl-Mülhens-Rennens war ein Trend schon früh absehbar: und zwar jene außergewöhnliche Internationalität, die die Prüfung nahezu von Anfang an bis heute auszeichnet. Kaum ein anderes Kölner Rennen wird dermaßen stark und häufig von Spitzenpferden aus ganz Europa angepeilt wie der Klassiker im domstädtischen Saisonkalender. Insbesondere sind es immer wieder Dreijährige aus England, die sich mit schöner Regelmäßigkeit in der Siegerliste verewigen. Der Pfingstmontag wird die 28. Entscheidung der German 2.000 Guineas – so der Zusatztitel des Rennens – Auch wenn die ausländische Konkurrenz nicht gerade von Pappe zu sein scheint, blickt man im deutschen Lager dem mit 153.000 Euro dotierten Gruppe-II-Meilentest keineswegs ohne Optimismus entgegen. Die Deutschen Trainer Peter Schiergen, Mario Hoferm und Andreas Wöhler trauen ihren Pferden und deren Reiter durchaus eine entscheidende Rolle zu. Die sage und schreibe sechs englischen Kandidaten bilden andererseits jedoch eine gewaltige und geballte Macht, allein schon numerisch betrachtet. 

 

Das diesjährige Mehl-Mülhens-Rennen unterscheidet sich in zwei interessanten Punkten von allen seinen Vorgängern. Einerseits wird es erstmals eingebettet sein in ein Mammutprogramm von 12 Rennen. Darüber hinaus gehört es im Rahmen des längsten Renntags des Jahres zu jenen Prüfungen, die live nach Frankreich in die Wettannahmen von „PMU“ übertragen werden. Hieraus erklärt sich auch der vergleichsweise späte Start um 17.55 Uhr. Eine zusätzliche Attraktivität für alle Wetter erfährt der sportliche Höhepunkt des Tages noch über eine Premium-Dreierwette mit einer garantierten Auszahlung von 15.000 Euro, wobei in dieser Summe ein Jackpot von 3.950 Euro ausgeschüttet wird. Der Grundeinsatz beträgt dabei lediglich 50 Cent. Bekanntlich steht Kölns Klassiker in der Traditionslinie des alten Henckel-Rennens, welches 1871 erstmals ausgetragen wurde. Erst weit über hundert Jahre später beginnt quasi seine domstädtische Ära, und zwar 1986 als Erinnerungsrennen an Maria Mehl-Mülhens, jene legendäre Röttgener Gestütsherrin, die im Jahr zuvor das Zeitliche gesegnet hatte.

Der Mehl-Mülhens-Tag entwickelte sich nahezu aus dem Stand zu einem absoluten Großereignis, sodass erneut mit mehr als 10.000 Zuschauern zu rechnen ist. Prägend für den traditionellen Galopp-Termin ist zudem immer eine besonders stimmungsvolle Atmosphäre. Im Laufe des Tages wird dann noch Rennkommentator Manfred Chapman offiziell vom Kölner Renn-Verein verabschiedet werden. Jahrzehntelang hat er die Rennen im Weidenpescher Park mit seiner markanten Stimme und seinem Temperament wesentlich mitgestaltet. Aus gesundheitlichen Gründen sah er sich im letzten Jahr indes gezwungen, das Mikrofon aus der Hand zulegen. Besondere Anerkennung erfuhr der stimmgewaltige Mann im Nachhinein noch durch die Mitglieder des Galopp Clubs Deutschland, die bei ihrer alljährlichen Wahl der „Turf-Persönlichkeit des Jahres“ diesmal mehrheitlich für ihn stimmten. Eine besondere Ehrung erfährt darüber hinaus Ex-Trainer Uwe Ostmann, der Ende letzten Jahres in den Ruhestand wechselte. Von seinen über 1.000 Siegen ist gerade der Anteil an Kölner Erfolgen enorm groß.

Für alle Kids wird es nebenbei um 14:00 Uhr wieder ein kurzweiliges Unterhaltungsprogramm geben, mit u.a. kostenlosem Ponyreiten, Hüpfburg, Riesenrutsche und Kinderschminken.

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