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Olympiastützpunkt: Ende einer Ära

Der Olympiastützpunkt Rheinland bekommt einen neuen Träger. Unter dem Dach des Landessportbundes NRW agiert er zukünftig vereint mit den anderen Stützpunkten aus Nordrhein-Westfalen.
OSP

Ende einer Ära beim Olympiastützpunkt Rheinland. (Foto: imago/Eduard Bopp)

Mit der Silvesterfeier am 31.12.2018 endet im Olympiastützpunkt Rheinland eine Ära. Beginnend mit 2019 geht der OSP in die Trägerschaft des Landessportbundes über. Die Verbindung von Wissenschaft und Forschung sowie die gleichzeitige Anwendung und Umsetzung von Forschungsergebnissen in der Praxis war und ist bis zum heutigen Tage das Wiedererkennungsmerkmal dieses OSP, der sich stetig weiterentwickelte, neue Betreuungs- und Aufgabenfelder (auch in wirtschaftlicher Hinsicht) erschloss und damit sein Betätigungsfeld weiter ausbaute.

Einstimmig beschlossen

„Am 21.11.2018 wurde auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des Trägervereins von allen Mitgliedern einstimmig der Betriebsübergang zum LSB NRW beschlossen. Gleiches gilt übrigens auch für die beiden anderen Olympiastützpunkte aus NRW – OSP Rhein-Ruhr und OSP Westfalen. Der Zusammenschluss aller drei Olympiastützpunkte unter dem Dach des neuen Trägers, dem Landessportbund NRW, war und ist notwendiger Teil der Spitzensportreform“, schreibt Horst Schlüter, bislang kommissarischer Leiter des OSP, auf dessen Homepage.

Arbeitsplätze sind von dieser Maßnahme nicht betroffen, wie Schlüter erklärt – gleichwohl bittet er für die Veränderung der Strukturen um Geduld. „Der Betriebsübergang zum Landessportbund beinhaltet die Übernahme aller bestehenden Verträge der fest angestellten Mitarbeiter/innen und Trainer/innen durch den neuen Träger. Die personelle Infrastruktur bleibt also erhalten; ebenso die regionalen Ansprechpartner vor Ort. Der LSB NRW möchte, dass die erfolgreiche Arbeit vor Ort auf gleichem Niveau beibehalten werden kann. Sicherlich wird das kommende Jahr benötigt, um existierende Abläufe in der Verwaltung und in der Administration anzupassen – das geht nicht von heute auf morgen. Ruhe, Geduld und gute Kommunikation von allen Beteiligten werden hier besonders gefragt sein.“

Spitzensportreform im Fokus des Interesses

Und auch an den Tätigkeitsfeldern beim OSP ändert sich nicht viel. „Der Verein wird auch in Zukunft seine langjährige Kompetenz in die Entwicklung des olympischen und paralympischen Sports im Rheinland einbringen. Die genaue Ausprägung und die Leistungen werden im kommenden Jahr definiert werden.
Dies wird allerdings nicht die einzige Veränderung sein, die den Sport bewegt.“

Und weiter: „Im vorolympischen Jahr werden auch weiterhin die Begriffe Spitzensportreform des DOSB, das Potenzialanalysesystem (PotAS), das Datenbanksystem für den Leistungssport in Deutschland (DaLiD) und Umstrukturierungsmaßnahmen innerhalb der Bundes- und Landesfachverbände (hier auch: Schaffung von Bundesstützpunktleiterstellen) im Fokus des Interesses stehen. Wir werden sehen, ob bis zu den Olympischen Spielen im Jahre 2020 noch umfangreiche Änderungen im deutschen Sportsystem vorgenommen und umgesetzt werden können“, sagt Schlüter und zitiert zum Abschluss das Kölsche Grundgesetz: Et es, wie et es! – Et kütt, wie et kütt! – Et hätt noch immer jot jejange!

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