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Freibade-Bilanz: Was Hoffnung macht

KölnBäder-Geschäfstführer Berthold Schmitt. Foto: Jennifer Schattling

KölnBäder-Geschäftsführer Berthold Schmitt.
Foto: Jennifer Schattling

Trotz des schlechten Wetters war bei den KölnBädern im zurückliegenden Sommer nicht alles schlecht, wie Bäder-Chef Berthold Schmitt erklärt.

Der dahinsiechende Sommer hat den KölnBädern eine desolate Besucherzahl in der zurückliegenden Freibade-Saison beschert: 645.578 Besucher – und damit knapp 168.000 weniger als im Vorjahr – wurden in der Zeit von Mai bis August 2014 gezählt. Doch gibt es auch positive Erkenntnisse für das städtische Tochterunternehmen.

 

Herr Schmitt, wie hoch ist das Minus, das der KölnBäder GmbH durch die zurückliegende Freibade-Saison entstanden ist?

Berthold Schmitt: Durch das dramatisch schlechte Wetter hatten wir zwischen Mai und August 167.950 weniger Gäste, was für ein Defizit von 330.000 Euro gesorgt hat. Das ganze Dilemma zeigt sich am Beispiel Naturfreibad Vingst: Dort hatten wir im zurückliegenden August 2.800 Besucher – das sind 76 Prozent weniger als im Vorjahres-Monat.

War alles schlecht in der Kölner Freibade-Saison 2014?

Trotz des schlechten Sommers haben wir das drittbeste Ergebnis in der Geschichte der KölnBäder erzielt. Dazu trägt im Wesentlichen das Bäder-Konzept bei, durch das wir nach und nach Freibäder und Hallenbäder zu Kombibädern umgerüstet haben. Der Effekt greift jetzt, weil wir durch die Kombibäder wetterunabhängiger sind.

Außerden haben wir das System „Freibadeampel“ auf unserer Internetseite eingeführt. Dieses Konzept hat sich auf Anhieb bewährt und wird auch 2015 als flexibles Tool für die bedarfsorientierte Öffnung der Freibäder in der Übergangszeit vor und nach den NRW-Sommerferien eingesetzt. Letztlich hat es uns 70.000 bis 80.000 Euro gespart, weil wir weniger Saisonkräfte einstellen mussten. Damit haben wir uns wirtschaftlich gerade so über Wasser gehalten.

Wird es Nachahmer geben?

Die Freibadeampel hat bundesweit großes Interesse geweckt: Andere Badbetreiber sind auf uns aufmerksam geworden und wollen dieses System im nächsten Jahr übernehmen.

Aufgezeichnet von Frank Schwantes

 

 

 

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