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Beierlorzer vor dem Aus

Beierlorzer

Achim Beierlorzers Stuhl wackelt gewaltig. (Foto: imago images/mika)

Dunkle Wolken über dem Geißbockheim: Effzeh-Trainer Achim Beierlorzer muss nach der 0:2-Derby-Niederlage gegen Fortuna Düsseldorf um seinen Platz auf der Trainerbank bangen.

Laut Informationen des Kölner Stadt-Anzeigers kommen an diesem Montagnachmittag Vorstand und Geschäftsführung des 1. FC Köln zusammen, um über die Zukunft Beierlorzers zu entscheiden.

Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen. Allerdings deute vieles darauf hin, dass es keine Mehrheit mehr für den erst zu Saisonbeginn verpflichteten Trainer gibt.

Gut möglich, dass auch Sportchef Armin Veh, der in der vergangenen Woche verkündet hatte, seinen Vertrag nicht über 2020 hinaus verlängern zu wollen, ebenfalls seinen Hut nehmen muss.

Stimmen die Gerüchte, soll Assistentstrainer André Pawlak die „Geißböcke“ bereits am Freitagabend (20:30 Uhr) im Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim coachen. Erst im Anschluss wollen die Kölner die Suche nach einem Beierlorzer-Nachfolger in Angriff nehmen.

Denn bei der Trainersuche stellt sich ein zentrales Problem: Die absehbare Vakanz auf der Position des Sport-Geschäftsführers. Denn selbst wenn Veh dem FC bis zum Ende seines auslaufenden Vertrages erhalten bliebe, steht außer Frage, dass er weder bei der Diskussion um seine Nachfolge noch bei der Trainerfrage Stimmrecht haben wird.

Wer wird neuer Effzeh-Coach?

Selbstverständlich werden in der Domstadt bereits die ersten Kandidaten gehandelt. So wird unter anderem über Bruno Labbadia und Roger Schmidt, den ehemaligen Trainer von Bayer 04 Leverkusen, spekuliert.

Labbadia saß in der abgelaufenen Bundesliga-Saison noch als Übungsleiter des VfL Wolfsburgs auf der Trainerbank. Labbadia streifte sich in den Neunzigern das Trikot des 1. FC Köln über, war zwischenzeitlich gar Kapitän und erzielte in 41 Bundesligaspielen für die Kölner 15 Tore.

Der gebürtige Hesse war bereits im Abstiegsjahr 2017 Thema in der Rheinmetropole, allerdings lehnte der „Gemeinsame Ausschuss“ damals geschlossen ab – obwohl FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle sich damals für Labbadia stark machte.

Schmidt hingegen trainierte bis Ende Juli 2019 den chinesischen Verein BJ Sinobo Guoan. Zuvor war der 52-Jährige unter anderem Cheftrainer bei Bayer Leverkusen. Auch Schmidt war bereits schon mal ein heißer Kandidat in Köln. Damals entschied sich die Führung des Effzeh jedoch für Peter Stöger.

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