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Zuhause punkten – egal wie

Quelle: Imago

Hilft im Abstiegskampf nur noch beten? Jörg Lützelberger und sein VfL Gummersbach haben mit den Rhein-Neckar-Löwen eine schwere Aufgabe dieses Wochenende vor sich.

Der VfL Gummersbach steckt in der Krise: Trotz Trainerwechsel und gutem Anfang verlor der VfL im letzten Spiel gegen Balingen. Morgen Nachmittag empfangen die Oberbergischen die Rhein-Neckar-Löwen. Es wird nicht einfacher für den VfL Gummersbach: Nur drei Tage nach der bitteren 27:31-Niederlage gegen HBW Balingen-Weilstetten läuft morgen Nachmittag das Starensemble der Rhein Neckar Löwen in Gummersbach auf. Nach 14 gespielten Partien ist das Team Tabellenfünfter der Handball-Bundesliga, während der VfL auf Platz 16 tief im Abstiegsschlamassel steckt.

Jörg Lützelberger stellte nach der Niederlage gegen Balingen ernüchtert fest: „Wir müssen punkten, egal gegen wen, egal wie – auch gegen die Rhein-Neckar-Löwen.“ Und der Gummersbacher Rückraumakteur hat recht, denn nach der zehnten Saisonniederlage und dem dritten Spiel in Folge ohne einen Punkt ist der Abstiegskampf bei den Oberbergischen zur bitteren Realität geworden.

Die totale Verunsicherung

Mit 7:21 Punkten sitzt das Team um seinen neuen Trainer Emir Kurtagic tief im Tabellenkeller. Kurtagic möchte von seinem Team, dass es an die gute erste Viertelstunde des Balingenspiels anknüpft. „Da waren wir in allen Mannschaftsteilen sehr aggressiv und haben vor allem im Tempogegenstoß sehr gut gespielt,“ so der Trainer.

VfL-Geschäftsführer Axel Geerken weiß woran es in Balingen gelegen hat: „Die Mannschaft hat sich von der verpassten Gelegenheit, auf vier Tore davonzuziehen, verunsichern lassen. In der zweiten Halbzeit war dann wieder die totale Verunsicherung zu spüren“, so der VfL-Manager, der ein Rezept gegen die Krise weiß: „Dagegen helfen nur Erfolgserlebnisse und die müssen wir uns hart erarbeiten.“

Krasser Aussenseiter

Glücklicherweise sind die Löwen aus Mannheim in dieser Saison nicht unschlagbar. Sie haben zwar jede Menge Stars in ihren Reihen, tuen sich dennoch in dieser Spielrunde vor allem gegen vermeintlich schwächere Gegner eher schwer. Das Starensemble mit dem ehemaligen Gummersbacher Kapitän Goran Stojanovic im Tor schafft es nicht immer, den höchsten Ansprüchen gerecht zu werden.

Dass sie aber auch ganz anders können, zeigten die Gelb-Schwarzen im letzten Bundesligaspiel. Eindrucksvoll überrollten die Löwen den TV Großwallstadt und legten in der ersten Halbzeit eine Gala auf das Parkett der SAP-Arena. Nach einer halben Stunde hatte der badische Handball-Bundesligist mit 18:10 die Nase vorn, am Ende stand ein 30:23-Erfolg auf der Anzeigetafel.

„Wir sind der krasse Außenseiter – auch zu Hause“, so Jörg Lützelberger, der trotzdem auf die Unterstützung der Gummersbacher Fans baut und darauf, dass der VfL wie schon gegen Hamburg und Berlin mit den „Großen“ besser zurecht komme.