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Zittersieg trotz Poldi-Rot

Foto: IMAGO

Siegtorschütze Clemens feiert mit FC-Coach Solbakken.

Zwei Platzverweise, aber unter dem Strich ein hart erkämpfter 1:0-Sieg gegen Hertha BSC verschafft dem 1. FC Köln wieder etwas Luft im Abstiegskampf.

Das 6-Punkte-Duell gegen Tabellennachbar Hertha BSC beginnt der FC engagiert. Vor allem Lukas Podolski, den unter der Woche noch ein Magen-Darm-Infekt zu schaffen machte und am Saisonende den FC wohl Richtung London verlässt, präsentiert sich in hervorragender Verfassung.

Die erste Top-Chance vergibt Clemens nach 20 Minuten für die Kölner, als Hertha-Keeper Kraft gerade noch zur Ecke lenken kann – schon die vierte Ecke zu diesem Zeitpunkt. Wenig später vergeben die Kölner Chancen im Minutentakt. Erst durch Novakovic, dann durch Brecko.

Berlin? Findet quasi nicht statt. Für Poldi und Co. stehen nach einer halben Stunde 66 Prozent Ballbesitz, zwei Drittel gewonnene Zweikämpfe und 7:2 Torschüsse zu Buche.

Doch dann wacht die Elf von Coach Otto Rehhagel auf, vergibt eine Kopfballchance durch Hubnik (31.). Darauf antwortet der FC mit der 1:0-Führung: Brecko legt im 16er quer Clemens, der den Ball unbedrängt ins rechte obere Eck hämmert!

Nur fünf Minuten später vergeigt Nova eine Hundertprozentige, als er nach feinem Pass von Poldi im Eins-gegen-eins an Torhüter Kraft scheitert (40).

Zur Halbzeit wechselt Berlin, die Offensivkräfte Torun und Lasogga werden durch Ramos und Ben-Hatira ersetzt. Doch die nächste Chance hat der FC, als Novakovic (53.) an Kraft und dem Pfosten scheitert.

Dann überschlagen sich die Ereignisse: Erst muss Lanig (57.) verletzt raus, für ihn kommt der zuletzt formschwache Jajalo ins Spiel. Doch nur neun Minuten später muss der Kroate wieder runter: Nachdem Jajalo Gegenspieler Kobiaschwili umgegrätscht hatte, zog Schiri Winkmann Rot. Eine harte Entscheidung!

Bemerkenswert: Wie selten in einem Heimspiel stehen die FC-Fans geschlossen hinter ihrer Mannaschaft, feuern die Geißböcke immer wieder an. Und strafen fortan jeden Ballkontakt der Berliner mit einem gellenden Pfeifkonzert.

Mit zehn Mann (McKenna kommt für Nova) versucht der FC, das 1:0 zu verteidigen. Dann der nächste Rückschlag: Nach einem Foul von Kobiaschwili kommt es zu einem Handgemenge zwischen den beiden Teams. Folge: Gelb-Rot für den Berliner Kapitän – und glatt Rot für Lukas Podolski (75.). Die Fans feiern den Stürmerstar bei seinem Abgang frenetisch.

Die Elf von Trainer Solbakken (Roshi kommt für Peszko/82.) rettet den Sieg trotzt Berliner Angriffsbemühungen über die Zeit, zum Schluss vergeben Ben-Hatira und Ramos noch den Ausgleich für die Gäste. Ein hart erkämpfter und wichtiger Dreier für den FC!