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Wunderlichs Zukunft weiter ungewiss

Quelle: IMAGO

Auch Mike Wunderlich selbst weiß noch nicht, wo er in der kommenden Saison spielt.

Die Verhandlungen zwischen Viktoria Köln und dem FSV Frankfurt über einen Wechsel des Mittelfeldspielers Mike Wunderlich sind ins Stocken geraten. Derzeit bereitet sich Wunderlich im Einzeltraining auf die neue Saison vor. Das Testspiel gegen den Zweitligisten VfL Bochum in dieser Woche hat Fußball-Regionalligist FC Viktoria Köln verloren. Doch die 1:3-Niederlage (Tor: Schultens) könnten die Verantwortlichen der Viktoria wohl verkraften, wenn sie aus einem anderen Kampf als Sieger hervor gehen würden. Nämlich aus dem mit dem Zweitligisten FSV Frankfurt um die Dienste des Mittelfeldstars Mike Wunderlich.

Die Frankfurter Rundschau hatte vermeldet, beide Vereine hätten die Verhandlungen um einen Kauf der Viktoria abgebrochen, da die Vorstellungen über die Modalitäten noch zu weit auseinander liegen. Der FSV, der Wunderlich bisher an die Viktoria verliehen hatte, will 200.000 Euro Ablöse, die Viktoria soll bisher lediglich 10.000 Euro bieten. Da sich die Klubs nicht einigen können, aber auch die Frankfurter sportlich nicht mit Wunderlich planen, heißt das für den Spieler: Einzeltraining. Denn an den Übungseinheiten der Viktoria teilnehmen darf er nicht.

„Ich gehe davon aus, dass wir bald eine Lösung finden, die im Interesse beider Vereine ist“, erklärt Wunderlich gegenüber den „FussiFreunden“. Er will weiter für die Viktoria spielen, den Klub nach 32 Toren in der NRW-Liga nun auch in der Regionalliga zu einer Spitzenmannschaft machen. Zunächst einmal wäre er schon froh, am Sonntag mit der Viktoria ins Trainingslager nach Aschersleben fahren zu dürfen.

Doch dafür muss Wunderlich, bei dem vor über einem Jahr ein Burnout-Syndrom diagnostiziert wurde, auf ein Entgegenkommen des FSV hoffen. Die bisher geforderten 200.000 Euro wird die Viktoria nicht bezahlen, wie Vereinspatron Franz-Josef Wernze noch einmal bekräftigte. Doch auch er will Wunderlich weiter im roten Trikot sehen. „Zu hundert Prozent gehe ich davon aus, dass Mike Wunderlich auch nächste Saison bei uns spielt“, so Wernze. Fraglich bleibt, wie sehr Frankfurt kooperieren wird.

Bereits im vergangenen Sommer erlaubten sie dem kranken Spieler eine Ausleihe in seine Heimat. Auch im Winter, als Wunderlich nach einer kurzen Rückkehr einen Rückfall erlitt, blieb man hilfsbereit. Umso erstaunlicher für die Verantwortlichen der Viktoria, dass der FSV nun hart bleiben will. „Man will einem jungen Mann, der eine Krankheit hat, die Möglichkeit nehmen Fußball zu spielen, nur um seinen eigenen Willen durchzusetzen“, ärgert sich Wernze.

Wie die Zukunft Wunderlichs genau aussieht, bleibt also weiter offen.