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Wunderlich zurück zu Viktoria

Quelle: IMAGO

Bleibt ein Bild mit Seltenheitswert: Mike Wunderlich im Trikot des FSV Frankfurt (hier im Testspieleinsatz gegen Hoffenheims Roberto Firmino). Der Mittelfeldspieler kehrt zum FC Viktoria Köln zurück

Irre Wende: Mike Wunderlich wird nun doch nicht für den FSV Frankfurt in der zweiten Liga auflaufen und kehrt stattdessen zum FC Viktoria Köln zurück, wo er in der Hinrunde der überragende Spieler war.

„Herzlich Willkommen zurück bei Viktoria Köln, Mike Wunderlich. Egal was geschrieben werden wird oder welche Gründe es gegeben hat, du wirst bei Viktoria deinen Platz und Heimat haben. Schön, dass du wieder da bist!“ So begrüßte Viktoria-Boss Tobias Kollmann heute morgen via Facebook seinen prominenten „Jetzt-doch-nicht-Abgang“. „Ja, er wird wieder ein Viktorianer werden und war es wahrscheinlich auch immer“, kommentierte der Präsident.

Nachdem bei Mike Wunderlich im Sommer 2011 das Burnout-Syndrom diagnostiziert wurde, ließ er sich, da noch in Diensten von Zweitligist FSV Frankfurt, für ein halbes Jahr zu Viktoria Köln ausleihen, wo sein Vater Franz Wunderlich als Sportdirektor tätig ist. Im familiären Umfeld in Höhenberg fand die notwendige Ruhe, um mit seiner Erkrankung fertig zu werden und nebenbei auch noch den Spaß am Fußball wieder.

Im Winter dann die Rückkehr nach Frankfurt. Dort wollte dort einen neuen Anlauf im Profifußball wagen. „Ich habe es eine Woche lang versucht, habe dann aber schon gemerkt, dass es nicht geht“, so Wunderlich auf Köln.Sport-Nachfrage. „Der Spaß fehlte, ich fühlte mich unwohl. Deshalb habe ich frühzeitig das Gespräch mit Benno Möhlmann gesucht und bin dann vorgestern (Mittwoch, 11.1.) auf meinen Vater zugegangen und habe ihm alles erzählt.“

Beim FSV war man zunächst geschockt. Hatte aber wohl schon miteinkalkuliert, dass es so kommen könnte. Deshalb legte der FSV-Trainer dem 25-Jährigen auch keine Steine in den Weg. Wunderlich wird für ein weiteres halbes Jahr nach Köln ausgeliehen, dann läuft sein Vertrag in Frankfurt aus. Zwar besitzt des Zweitligist eine Option auf eine Vertragsverlängerung um ein Jahr, doch nach den Entwicklungen der letzten Tage scheint es unwahrscheinlich, dass diese zum Tragen kommt.

„Das ist natürlich in erster Linie sehr bitter für den Menschen Mike Wunderlich. Wir haben versucht, ihm das Umfeld zu bieten, in dem er sich wohl fühlt und zu seiner Leistungsstärke zurückfinden kann. Diesen Eindruck hat er auch in den ersten Tagen hinterlassen, doch leider war seine Krankheit stärker. Wir wünschen Mike alles Gute für seine vollständige Genesung“, erklärte Uwe Stöver, Geschäftsführer Sport des FSV Frankfurt.

„Ich habe einfach gemerkt, wie sehr mir mein Umfeld, meine Familie und auch der Verein Viktoria Köln gefehlt haben“, erklärt Wunderlich, „dieses letzte halbe Jahr war einfach optimal für mich.“ Und daran möchte er nun anschließen. Bei den Fans des FC Viktoria kehrt nun der Optimismus zurück, auch die Rückrunde in ähnlicher Manier wie die Hinserie bestreiten zu können und frühzeitig den Regionalliga-Aufstieg festzuzurren.