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„Wir sind heiß“

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Neue Stürmer, neuer Kapitän, alte Ziele: Die Kölner Haie starten mit großem Ehrgeiz in die neue Saison. Auch Coach Cory Clouston bildet da keine Ausnahme. Wir haben exklusiv mit ihm gesprochen.

In dieser Saison soll mehr rausspringen als die erste Runde der Playoffs. Cory Clouston ist zuversichtlich, dass das gelingt (Foto: imago/Horstmüller)

Herr Clouston, beim Blick auf die neue Saison: Spielt für Sie nach dem Viertelfinal-Aus im Frühjahr Wiedergutmachung eine Rolle?

Ich würde es nicht Wiedergutmachung nennen. Jedes Jahr ist ein neuer Anfang, alles beginnt wieder bei Null. Wir haben in der vergangenen Saison auch viel Positives gezeigt, waren eigentlich nur ein Tor vom Halbfinaleinzug entfernt. Wir haben ein sehr gutes Team, das gegen Wolfsburg Moral bewiesen hat. Wir haben uns gut verstärkt und damit die Lücken geschlossen, die wir aus unserer Sicht hatten.

Was waren aus ihrer Sicht diese Lücken?

Wir haben eindeutig zu wenig Tore geschossen. Defensiv haben wir den DEL-Rekord für die wenigsten Gegentore gebrochen, unsere Schussbilanz war herausragend, aber wir hatten Probleme, daraus Kapital zu schlagen. Das beste Beispiel dafür war das siebte Spiel gegen Wolfsburg (0:1, Anm. d. Red.): Wir hatten den Gegner im Griff, waren das bessere Team – und verlieren durch ein unglückliches Gegentor.

Um das zu beheben, hat der KEC hochkarätige Angreifer wie Ben Hanowski oder Ex-Hai Felix Schütz geholt. Erwartet uns ein Kölner Team mit einer anderen Spielidee?

Das denke ich nicht. Wir werden wenig verändern, ähnliche Systeme wie in der Vorsaison spielen. Es gibt wenig Grund dazu, unsere Spielidee zu ändern. Die vier, fünf Teams, die erfolgreich waren, haben alle ähnlich gespielt. Wir haben aber unseren Kader verstärkt, um in der Offensive präsenter zu sein.

Alle Neuen haben bereits DEL-Erfahrung. Ist das eine Konsequenz aus den Transfers des Vorjahres?

Nicht zwangsläufig. Manchmal ist es eine Frage des Marktes, welche Spieler verfügbar sind. Es ist gut, dass sie bereits in der DEL gespielt und dort überzeugt haben, aber es war nicht das Ausschlusskriterium für uns. Wir haben uns für die Jungs entschieden, die aus unserer Sicht am besten zu uns passen.

Soll Schütz die Lücke, die der Hager-Abgang gerissen hat, füllen?

Wir denken niemals: Dieser Spieler geht, dieser Spieler kommt. Felix war der beste Spieler, den wir haben holen können. Aber er soll nicht als Eins-zu-eins-Ersatz für Hager fungieren. Wir haben auch andere Spieler dazugeholt, die Verantwortung in der Offensive übernehmen werden.

Sie haben die gute Defensive erwähnt, dort wurde wenig verändert. Ist die Abwehr dieses Jahr wieder das Erfolgsrezept der Haie?

Die guten Zahlen kommen ja nicht nur von den Abwehrspielern oder unserem starken Torwart Gustaf Wesslau: Es geht um das ganze Team, um die Abwehrarbeit unserer Stürmer. Dort haben wir hervorragend funktioniert und besitzen wohl eine der besten Defensivreihen in der DEL.

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