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„Wir sind gereift“

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Als Kämpfer im zentralen Mittelfeld oder als Linksverteidiger ist Markus Pazurek für die Fortuna in den letzten Jahren unverzichtbar geworden. Im Köln.Sport–Interview erklärt er, warum diese Saison eine ganz besondere werden soll.

Der Maskenmann hat ­zugeschlagen: Pazurek bejubelt sein Tor gegen Osnabrück (Foto: PA/ Revierfoto)

Wenn Fortuna-Coach Uwe Koschinat über seine Mannschaft redet, fällt oft das Wort „Mentalität“. Der Trainer steht auf Spieler mit Charakter, mit Mentalität, mit Hingabe. Nicht zuletzt deshalb gilt Markus Pazurek als einer seiner Musterschüler, der 2017/18 noch mehr in die Rolle des Führungsspielers hineinwachsen soll. Köln.Sport hat den 28-Jährigen zum Interview getroffen und über die „neue“ Fortuna sowie seine neue Rolle im Team gesprochen.

Herr Pazurek, die Fortuna hat einen tollen Start hingelegt. War das auch für Sie überraschend?

Nach der vergangenen Saison ist es schon überraschend, dass wir gleich zu Anfang so viele Punkte holen. Im letzten Jahr sind wir zwar auch gut gestartet, doch dann kam ein Knick zur Mitte der Saison. Der Start in diesem Jahr zeigt, was die Mannschaft zu leisten imstande ist. Wir haben in allen Spielen, selbst in der englischen Woche, Vollgas gegeben. Sogar in den letzten zehn Minuten in Unterhaching, als im Prinzip jeder schon dachte, es wäre vorbei, haben wir weitergekämpft. Ich glaube, das zeigt die Moral der Mannschaft. Jeder ist bereit, bis zum bitteren Ende zu kämpfen.

Ist der starke Saisonstart auch ein Zeichen für die gute Vorbereitung? Gegen Ende der letzten Saison war der Trend ja eher negativ.

Ja, ich denke schon, dass die Vorbereitung sehr gut gelaufen ist, auch wenn man das natürlich nicht immer an den Ergebnissen ablesen kann. Wir hatten auch einige Verletzte, unter anderem habe ich mir einen Jochbeinbruch zugezogen. Die elf Spieler, die jetzt in der Startformation auf dem Platz stehen, haben also selten in der Vorbereitung zusammengespielt. Dennoch denke ich, dass der starke Saisonstart definitiv ein Verdienst unserer guten Vorbereitung ist.

Fortuna lässt nun den Ball häufiger laufen und drückt dem Spiel eher den Stempel auf als noch in den vergangenen Jahren. Liegt das auch an den Neuzugängen? Immerhin sind junge, sehr gut ausgebildete Spieler dazugekommen.

Ich denke, da kommt vieles zusammen, was einfach gut passt. Tim Boss ist wahrscheinlich der beste Fußballer auf der Torwartposition in der ganzen Liga. Durch Maik Kegel, der nach seinem Kreuzbandriss jetzt wieder zurück ist, haben wir einiges an Qualität im Mittelfeld dazu gewonnen, vor allem, weil er sich die Bälle in der Defensive sehr gut abholen kann. Man sieht jetzt, dass wir Fußball spielen können. Leider konnten wir das in der letzten Rückrunde nicht zeigen.

Wie fühlen Sie sich gemeinsam mit Maik Kegel auf der Doppel-Sechs? Im Prinzip vereinigen Sie ja die Stärken, die man sich von zwei Sechsern, die zusammen auf dem Platz stehen, erhofft.

Mit Maik habe ich ja schon letztes Jahr vor seiner Verletzung die ersten sechs Saisonspiele zusammengespielt. Damals hat man schon gesehen, dass wir wirklich gut zusammen harmonieren. Grundsätzlich ist er eher für das Feine zuständig und ich für das Brachiale. (lacht) Wir ergänzen uns wirklich gut, mit Kris Andersen ist es im Übrigen aber genauso. (Kristoffer Andersen fällt mit einem Kreuzbandriss noch mindestens bis Januar 2018 aus, Anm. d. Red.)

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