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Wimmer: Pfiffe „nicht förderlich“

Ist vor dem Duell in Hoffenheim optimistisch: FC-Abwehrrecke Kevin Wimmer Foto: imago/mika

Ist vor dem Duell in Hoffenheim optimistisch: FC-Abwehrrecke Kevin Wimmer
Foto: imago/mika

In der FC-Abwehr hält Kevin Wimmer den Laden zusammen. Vor dem Spiel in Hoffenheim sprachen wir mit dem Österreicher über die Fanreaktionen gegen Freiburg und die schwere Aufgabe am Samstag.

Ob in Fanforen, in der Stammkneipe oder auf der Arbeit: Überall wurde über die Pfiffe bei der 0:1-Niederlage des 1. FC Köln gegen den SC Freiburg diskutiert. Gerechtfertigt oder auch nicht – die Mannschaft hat die Reaktionen der Anhänger durchaus wahrgenommen. Nicht nur darüber sprachen wir mit FC-Abwehrrecke Kevin Wimmer, dessen Blick bereits auf das Duell mit 1899 Hoffenheim am Samstag geht.

Kevin Wimmer, haben Sie die Niederlage vom Sonntag gegen Freiburg schon verdaut?
Auf jeden Fall. Das war für uns ein sehr ärgerliches Ergebnis. Wir wussten vor dem Spiel, dass mit drei Punkten einiges möglich gewesen wäre, wir hätten einen ordentlichen Sprung in der Tabelle gemacht und uns von den unteren Plätzen absetzen können. Freiburg ist ein Gegner, der unsere Kragenweite hat, aber sie haben das gut gemacht und unsere Fehler eiskalt ausgenutzt. Aber die Partie ist aus unseren Köpfen, wir bereiten uns jetzt intensiv auf das Spiel in Hoffenheim vor. Wir haben zuletzt einiges richtig gemacht und dürfen uns jetzt nach einem schlechtem Spiel nicht verrückt machen lassen. Wir fahren guter Dinge nach Hoffenheim, um auch dort was Zählbares zu holen.

Wie sind die Pfiffe, die von den Rängen kamen, bei der Mannschaft angekommen?
Für mich ist es ja kein Neuland in Köln, das ist meine dritte Saison hier. Von daher weiß ich, dass in Köln, wenn es gut läuft und man Siege einfährt, die Stimmung überragend ist. Dass das auch einmal kippen kann, weil man als Fan ja auch etwas von der Mannschaft erwartet, ist ganz normal. Als Fußballer darf man sich davon aber nicht aus der Bahn bringen lassen. Das gehört zum Fußball dazu. Aber natürlich ist es schöner, wenn einen die Fans positiv unterstützen.

Ist es denn während des Spiels in den Köpfen der Spieler präsent gewesen? Gegen Ende des Spiels wirkten die Bemühungen zunehmend hektischer.
Es ist bei einem Heimspiel gegen den Tabellenletzten, wo viele einen Sieg erwarten, nicht so einfach. Wir haben alles versucht, aber es fehlte das letzte Quäntchen. Wenn dann noch Pfiffe dazu kommen, schlägt das manchmal auch auf die Mannschaft über. Förderlich ist das nicht. Wir haben aber trotzdem noch bis zum Schluss versucht, den Ausgleich zu erzielen. Aber nochmal: Davon darf man sich nicht beeinflussen lassen.

Jetzt kommt mit Hoffenheim ein Gegner, der für Offensivfußball steht. Ist das eine Ausgangslage, die der Mannschaft entgegenkommt?
Ja, denn wir haben uns gegen die Gegner, die sich nicht hinten reinstellen, bisher etwas leichter getan. Wir verteidigen, wie schon in der letzten Saison, ganz gut und lassen relativ wenig Torchancen zu. Vorne versuchen wir unsere wenigen Chancen, die wir bekommen, zu nutzen. Das hat in dieser Saison bisher ganz gut geklappt. Daher glaube ich, dass Hoffenheim ein Gegner ist, der uns eher entgegenkommt. Wir wissen aber, dass sie eine sehr gute Offensive haben. Es wird nicht einfach für uns.

Das Interview führte Thomas Reinscheid