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Köln.Sport

Vorstand und Mitgliederrat: Versuch eines Schulterschlusses

16 Tage nach der viel diskutierten Mitgliederversammlung setzen der 1. FC Köln und der neu gewählte Mitgliederrat mit einem gemeinsamen Brief ein Zeichen.
Erklärung

Stefan Müller-Römer (l.), Vorsitzender des Mitgliederrats und Werner Spinner, FC-Präsident, wollen in Zukunft wieder konstruktiver zusammenarbeiten (Foto: imago/Eduard Bopp)

Was war nicht alles geschrieben worden vor und nach der Mitgliederversammlung (MV) des 1. FC Köln am 10. Oktober 2018. Über den Vorstand, den neuen und alten Vorsitzenden des Mitgliederrats Stefan Müller-Römer, über das Verhalten der anwesenden Mitglieder, den ominösen Hoodie und vieles mehr. Großer Respekt zwischen den verschiedenen Parteien offenbarte sich dabei ebenso selten wie neutrale mediale Berichterstattung.

Nun, 16 Tage nach der Veranstaltung, demonstrieren die vermeintlichen Streithähne, Vorstand und Mitgliederrat, eine gemeinsame Erklärung. Die Botschaft: Es braucht wieder mehr Harmonie im Verein, zwischen Gremien und Vorstand sowie zwischen Fans und Verein. Im Wortlaut auf fc.de klingt das so:

Die Mitglieder haben eine klare Botschaft gesendet: Sie möchten, dass alle Gremien kritisch und zugleich fair miteinander umgehen. Der 1. FC Köln kann nur als Ganzes erfolgreich sein, wenn unsere Mannschaften und Mitarbeiter in Ruhe und mit der Rückendeckung der Vereinsgremien ihre Arbeit für den FC machen können. Unsere Mitglieder wollen, dass wir uns nicht mit uns selbst beschäftigen, sondern mit dem, wofür sie den FC lieben: Fußball. Es zählt nur der FC. Wir sind, selbst wenn es inhaltliche Differenzen gibt, alle Fans und Mitglieder desselben Clubs.

Daraus, dass die Lager inhaltlich nach wie vor nicht immer einer Meinung sind, machen die Verfasser des Briefes keinen Hehl. Der Umgang allerdings, so die Botschaft, soll sich bessern und der Dialog wieder sachlicher werden.

Mehr Respekt bitte

Ein weiteres wichtiges Anliegen ist den gemeinsamen Verfassern des Briefes das Thema Respekt. Kein Wunder angesichts der Tatsache, dass nach der MV praktisch von allen Seiten – Fans, Vorstand, Mitgliederrat – fehlender Respekt im gegenseitigen Umgang während der Veranstaltung bemängelt wurde. Die gegenseitige Wertschätzung sei in der FC-Charta verankert, heißt es in der Erklärung, „gegenseitige Verletzungen und Enttäuschungen“ wolle man „ausräumen und zusammen nach vorne schauen.“

Der gemeinsame Brief liest sich zweifelsohne als Versuch eines Schulterschlusses. Dieser wäre dringend notwendig, redeten Vereinsvertretern und Mitgliederrat in der jüngeren Vergangenheit häufiger übereinander als miteinander.

Abschließend appellieren die Verfasser auch an die Fans, sich die Werte der FC-Charta ins Gedächtnis zu rufen und dem gemeinsamen Weg des Vorstandes und des Mitgliederrats anzuschließen:

Der FC lebt vom Zusammenhalt durch dick und durch dünn und er ist den Werten seiner Charta verpflichtet. Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, in diesem Sinne voranzugehen. Dieser Aufgabe werden wir uns weiter stellen, in der Hoffnung, dass alle Fans und Mitglieder sich diesem Weg anschließen.“

Ob die Erklärung tatsächlich einen Neuanfang in der Zusammenarbeit markiert, werden die nächsten Wochen und Monate zeigen. Ob die Kritik am Vorstand seitens der aktiven Fanszene sich allerdings nun nach dem offenen Brief, darf hingegen jetzt schon bezweifelt werden.

Ein Kommentar

  1. Horst Reber Neu-Isenburg

    26. Oktober 2018 at 18:33

    Der FC war Mal eine Instution. Heute ein Debattiert Augen ohne Linie und Takt. Besinnt Euch!

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