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Volle (Offensiv)Kraft voraus

Mit zwei Auswärtsspielen in Nürnberg und München stehen die Haie vor einer richtungsweisenden Woche. Gegen die beiden Top-Teams der DEL sollten Punkte her – sonst könnte der KEC Gefahr laufen, aus den Playoff-Rängen zu rutschen.
Spielaction Kölner Haie Nürnberg

Auf Felix Schütz (Nr. 55) und Co. warten in Nürnberg und München schwere Aufgaben (Foto: imago/Beautiful Sports)

Ab in den Süden! Am gestrigen Dienstag ist der Haie-Tross in Richtung Nürnberg aufgebrochen, wo es heute Abend gegen die in der Liga zweitplatzierten Thomas Sabo Ice Tigers geht. Bei noch acht ausstehenden Spielen in der regulären Saison meint es der Spielplan somit nicht besonders gut mit den Haien: Erst am Sonntag ging das Heimspiel gegen den Drittplatzierten aus Berlin mit 1:3 verloren, nach der Partie in Nürnberg treten die Kölner zudem noch am Freitag beim Tabellenführer aus München an.

Kein Grund jedoch für Ausreden – zumindest wenn es nach Headcoach Peter Draisaitl geht. „Von Platz vier bis Platz zwölf ist alles möglich. Uns helfen nur Siege – egal gegen welches Team. Nürnberg und München sind sicher nicht zu Unrecht ganz vorne. Aber wir kommen mit einem gesunden, starken Kader. Uns muss man auch erst mal schlagen“, gibt sich der 52-Jährige kämpferisch.

Stresstest gegen die beste Abwehr der Liga

Und ein Blick auf den Haie-Kader verrät: Es wird eng im Teambus! Mit drei Torhütern, sieben Verteidigern und allen im Kader stehenden Stürmern hat der KEC die Reise angetreten, auch der zuletzt erkrankte Alexander Sulzer und der vor einiger Zeit suspendierte Shawn Lalonde sind mitgefahren. Vor allem die Stürmer dürften dringend benötigt werden, befindet sich der KEC doch aktuell in einer Offensivkrise und trifft beim amtierenden Meister Nürnberg auf die beste Defensive der Liga.

Trotzdem sollten die Haie punkten, um den Playoff-Einzug möglichst schnell zu sichern. Denn: In der Liga liegen vor dem 45. Spieltag nur sieben Punkte zwischen Platz vier und Platz elf, der nicht mehr zur Playoff-Teilnahme reicht. Der KEC liegt aktuell mit 64 Zählern auf Platz acht, der zur Teilnahme an den Pre-Playoffs berechtigen würde. Allerdings beträgt der Vorsprung auf den Tabellen-Elften, die DEG Metro Stars aus Düsseldorf, lediglich vier Zähler. Das Positive für die Kölner: Sie haben es noch in der eigenen Hand.

Bisher konstant inkonstant

Das Negative: Bislang zeigen sie sich höchstens konstant inkonstant. Von den vergangenen zwölf Partien wurde lediglich die Hälfte gewonnen, vor allem in der heimischen Arena lief es zuletzt nicht wie gewünscht. Gar nicht so schlecht vielleicht, dass die Haie erneut auswärts antreten müssen, wo sie in der jüngeren Vergangenheit die besseren Partien aufs Eis brachten.

Und bei allen Parteien herrscht Einigkeit darüber, was aktuell das Hauptproblem der Haie ist. „Wir haben in den letzten Spielen aus vier, fünf oder sechs Zwei-gegen-eins-Situationen nichts gemacht. Diese Chancen müssen in solchen Spielen verwertet werden“, klagte Draisaitl über die mangelnde Chancenverwertung. In Nürnberg werden die Haie heute Abend (24.1.) versuchen, es besser zu machen.