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Voigt: „Mittelrheinliga ist kein Neuland“

Alexander Voigt, TV Herkenrath

Steht beim TV Herkenrath vor seinem Debüt als Cheftrainer: Ex-Profi Alexander Voigt
Foto: imago/Eibner

Als Trainer-Neuling übernimmt Alexander Voigt überraschend den TV Herkenrath. Im Interview spricht der Ex-Profi über seine Bewährungschance im Bergischen Land.

Rheinfussball

Durch die überraschende Entlassung von Michael Hornig beim TV Herkenrath kam Alexander Voigt zu seinem ersten Cheftrainer-Posten wie die Jungfrau zum Kind. Erst ein Pflichtspiel als Interimscoach nach der Wollitz-Entlassung bei Viktoria Köln steht bislang in der Trainer-Vita des ehemaligen Bundesligaspielers. In der Mittelrheinliga will der 37-Jährige nun sein Talent an der Seitenlinie unter Beweis stellen und dem TVH zurück zu alter Stärke verhelfen. Im Interview mit rheinfussball.de spricht der Ex-Profi über die Herausforderung beim bergischen Fünftligisten.

Herr Voigt, ganz plötzlich stehen Sie nun erstmals als Chef an der Seitenlinie. Wie kam es zum Engagement in Herkenrath?

Als sich ein Abschied von Michael Hornig beim TVH zum Saisonende abzeichnete, hat ein Bekannter den Kontakt zum Vorsitzenden Manfred Faber hergestellt. Durch die vorzeitige Trennung ging es dann relativ schnell und wir wurden uns in weiteren Gesprächen einig. Ich freue mich, dass ich mich nun erstmals als Cheftrainer beweisen darf.

Welche sind die ersten Stellschrauben, an denen gedreht werden muss?

Die Qualität im Kader reicht zweifellos mindestens für das obere Tabellenmittelfeld. Wichtig ist, dass die Mannschaft nun erstmal wieder Stabilität und Sicherheit in ihr Spiel bekommt. Defensiv ist der TVH schon immer stark gewesen. Zuletzt hat Herkenrath allerdings kaum Tore geschossen und deshalb nur wenig Punkte geholt. Die Balance zwischen Offensive und Defensive stimmt nicht. Da muss der Hebel angesetzt werden.

Als Aktiver waren Sie fast 300 Mal in der 1. und 2. Bundesliga aktiv, haben nie tiefer als Regionalliga gespielt. Kennen Sie die Mittelrheinliga trotzdem?

Ich habe diese Liga immer ein wenig verfolgt, war auch schon in dieser Saison bei einigen Spielen. Die Mittelrheinliga ist kein Neuland für mich. Praktischerweise habe ich vor allem Teams live gesehen, gegen die wir mit Herkenrath noch spielen werden (schmunzelt). Außerdem habe ich viele Kontakte, die mir bei der Vorbereitung auf den nächsten Gegner helfen werden und mich mit allen Informationen versorgen können.

Ihr Debüt als Chefcoach geben Sie am Sonntag bei der SpVg Wesseling-Urfeld, die unter Trainer Josef Farkas als besonders unangenehmer Gegner gilt. Ist Alexander Voigt der neue Besen, der dem TVH zum ersten Sieg seit fünf Spielen verhilft?

Es sind nur drei Trainings-Einheiten bis zum Spiel am Sonntag. Deshalb glaube ich nicht, dass der Effekt des Trainerwechsels und der Einfluss meiner Regie als Coach schon sehr groß sein wird. Ich will versuchen, bis zur Partie in Wesseling etwas mehr Stabilität in den Abschluss zu bringen und vielleicht ein wenig die offensive Blockade zu lösen. ‚Jupp‘ Farkas kenne ich gut und weiß um seine Philosophie. Bis Sonntag werde ich mir noch einen endgültigen Plan zurechtlegen, wie man Wesseling knacken kann.

Das Interview führte Daniel Sobolewski für rheinfussball.de.