fbpx
Köln.Sport
News Ticker

Viktoria trennt sich von Kaczmarek

Tomasz Kaczmarek, Trainer Viktoria Köln

Keine Zukunft bei Viktoria Köln: Trainer Tomasz Kaczmarek muss seinen Posten im Sommer räumen
Foto: imago/osnapix

Die Entscheidung ist gefallen: Ab dem Sommer gehen Viktoria Köln und Trainer Tomasz Kaczmarek nach anderthalb Jahren getrennte Wege. Sportliche Gründe waren nicht ausschlaggebend.

Rheinfussball

Viktoria Köln trennt sich zum Saisonende von seinem Trainer Tomasz Kaczmarek. Das bestätigte der Regionalligist auf einer Pressekonferenz am Montagmittag. „Es war einzig eine Entscheidung gegen den Fußballlehrer-Lehrgang, den Kaczmarek in diesem Jahr absolvieren will“, so Viktorias Sportvorstand Franz Wunderlich. Auch wenn sich der 31-Jährige die Doppelbelastung zugetraut hätte, wollte man in der Chefetage nach langer Entscheidungsfindung einen Trainer, der sich voll auf die Mannschaft konzentrieren kann.

„Die Entscheidung in der Trainerfrage hat sich lange hingezogen, weil sie uns brutal schwer gefallen ist. Wir hatten sehr offene, emotionale und kritische Gespräche, bis wir uns am Samstagmittag einigen konnten. Die Entscheidung war am Ende keine gegen Viktoria, sondern für den Fußballlehrer-Lehrgang, für den Tomek in diesem Jahr aufgenommen wurde. Das Risiko, unseren Trainer nächste Saison in einigen Einheiten nicht vor Ort haben, wollten wir nicht eingehen“, betonte Wunderlich: „Wir haben mit dem Pokalfinale noch ein Highlight vor uns und werden alles an einen erfolgreichen Abschluss setzen, auch wenn unsere Wege danach auseinandergehen. Ohne den Fußballlehrer-Lehrgang wären wir den Weg mit Kaczmarek in jedem Fall weitergegangen.“

Franz Wunderlich zur aktuellen Trainer-Thematik

Franz Wunderlich spricht im Interview über die Entscheidung sich am Ende der Saison von Trainer Kaczmarek zu trennen.

Gepostet von FC Viktoria Köln 1904 e.V. am Montag, 18. April 2016

Auch der scheidende Trainer sah faire Gespräche, wenngleich er sich einen anderen Ausgang gewünscht hätte: „Ich bedanke mich für den Umgang aller Beteiligten mit mir, denn das war an Aufrichtigkeit nicht zu überbieten. Wir haben emotional und kontrovers diskutiert, alles hat auf einem hohen Niveau stattgefunden. Ich respektiere und akzeptiere die Entscheidung, ich bin Sportsmann genug, damit umzugehen“, sagte der gebürtige Pole, der ab Sommer in Hennef seine Fußballlehrer-Lizenz erwerben möchte: „Der Spagat wäre für mich sicher extrem gewesen, aber für mich war klar, dass ich belastbar genug bin, die Doppelbelastung stemmen zu können. Der Mut, mich als unbeschriebenes Blatt vor eineinhalb Jahren als Trainer einzustellen, rechne ich dem Verein hoch an. Ich bin bereit für jede Herausforderung und kann mir vorstellen, noch vor dem Abschluss des Lehrgangs eine neue Trainerstelle anzunehmen. Vielleicht pausiere ich aber auch ein halbes Jahr und konzentriere mich vollständig auf den Fußballlehrer.“

Kaczmarek hatte zur Rückrunde der vergangenen Saison das Amt des Trainers von Claus-Dieter Wollitz übernommen. Nach nur eineinhalb Jahren endet die Zusammenarbeit nun wieder und ein neuer Mann soll den seit langer Zeit gehegten Aufstiegstraum der Viktorianer verwirklichen. Kaczmareks Nachfolger soll zeitnah gefunden werden. „Auf der Suche werden nun zeitnah unsere Gedanken austauschen, einen Kandidatenkreis ausmachen und erste Gespräche führen. Ende April bis Anfang Mai sollte eine erste Richtung absehbar sein“, sagt Wunderlich. Als mögliche Kandidaten gelten Marco Antwerpen (Rot Weiss Ahlen) und Maik Walpurgis, zuletzt beim VfL Osnabrück.

Quelle: Daniel Sobolewski für rheinfussball.de