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Viktoria gelingt Pokal-Coup

Viktoria-Kapitän Mike Wunderlich markierte gegen Union den Ausgleichstreffer für die Höhenberger Foto: imago/Sebastian Wells

Viktoria-Kapitän Mike Wunderlich markierte gegen Union den Ausgleichstreffer für die Höhenberger
Foto: imago/Sebastian Wells

Regionalligist Viktoria Köln wirft den Zweitligisten FC Union Berlin hochverdient mit 2:1 (0:1) aus dem DFB-Pokal. 4.540 Zuschauer sehen eine klasse Leistung der Höhenberger.

Dass der FC Viktoria letztlich verdientermaßen den Einzug in die zweite Pokalrunde geschafft hatte, musste auch Gästetrainer Norbert Düwel anerkennen. Seine Berliner waren im gut gefüllten Sportpark Höhenberg kurz vor der Pause zwar durch Collin Quaner in Führung gegangen (41.), doch zum Spielverlauf passte dieses Zwischenergebnis wahrlich nicht: Denn von Beginn an hatte sich der Viertligist mutig gezeigt, konnte viel Ballbesitz und einige mehr als passable Torchancen verbuchen. Unter anderem traf Roberto Guirino mit einer abgerutschten Flanke die Latte (20.).

Der Gegentreffer fiel dann in eine Phase, in der die Viktoria in Unterzahl agieren musste. Rechtsverteidiger Dennis Malura musste nach einem Zweikampf Minuten lang behandelt werden und schließlich mit starken Rückenschmerzen ausgewechselt werden. Doch von diesem Rückschlag ließen sich die Hausherren ebenso wenig aus dem Konzept bringen, wie von der möglichen Vorentscheidung, die Union kurz nach dem Seitenwechsel vergab. Nach einem Foul von Tobias Heitz gab es Elfmeter für die Gäste, den Damir Krailach jedoch nicht verwerten konnte. Sein Schuss ging rechts am Kölner Tor vorbei (48.).

4.540 Fans sind Zeuge des Viktoria-Triumphes Foto: imago/Sebastian Wells

4.540 Fans sind Zeuge des Viktoria-Triumphes
Foto: imago/Sebastian Wells

Wunderlich und Reimerink drehen das Spiel

So durfte die Viktoria weiter von der Pokalsensation träumen und belohnte sich schließlich für den beeindruckenden Auftritt. Kapitän Mike Wunderlich schaltete nach einem Pfostentreffer von Jules Reimerink am schnellsten und drückte den Ball zum 1:1 über die Linie (68.). Nur sechs Minuten später war das Ding dann gedreht: Ein herausragendes Solo schloss Jules Schwadorf mit einem eigentlich verunglückten Schuss ab, der jedoch am Körper des mitgelaufenen Reimerink landete. Und der Niederländer ließ sich aus kurzer Distanz nicht zweimal bitten und schob das Spielgerät über die Linie (74.). Die Rechtsrheinischen feierten nach dem Schlusspfiff ausgelassen und verdientermaßen ihren großen Pokal-Coup. Verbunden mit der Hoffnung, in der zweiten Runde dann einen der großen Bundesligisten im Sportpark Höhenberg begrüßen zu dürfen.