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Viktoria gleich doppelt im Pech

Quelle: IMAGO

Gegen RWE mit großem Kampfgeist, aber am Ende knapp geschlagen: Viktorias Alexander Voigt (l.) und Cataldo Cozza (r.).

Gegen Rot-Weiss Essen verliert der Regionalliga-Spitzenreiter nicht nur das Spiel mit 1:2, sondern auch Kapitän Mike Wunderlich mit der Ampelkarte. Fortuna ist nun punktgleich, hat aber schon eine Partie mehr absolviert als der Tabellenführer.

Es war das erwartete Auswärtsspiel im eigenen Stadion. 3.300 Zuschauer hatten am Samstag den Weg in den Sportpark Höhenberg gefunden, gut 2.000 davon waren aus Essen mit angereist. Und die durften am Ende jubeln. Konstantin Sawin (19.) und Kevin Pires-Rodrigues (30.) hatten die Gäste früh in Führung gebracht, ehe Hamdi Dahmani, der für den verletzten Marius Schultens gekommen war, noch vor der Pause den Anschluss erzielte.

 

Nach dem Seitenwechsel wirkte die Viktoria dann zwar wild entschlossen, offensiv allerdings relativ harmlos. Die beste Chance auf den Ausgleich hatte der eingewechselte Ercan Aydogmus, der in der Nachspielzeit den Ball aus wenigen Metern nicht über die Linie drücken konnte. „Spielerisch sah es heute vielleicht nicht so gut aus, aber die Jungs haben alles gegeben. Wir müssen uns nicht schämen, gegen einen sehr starken Gegner verloren zu haben“, meinte Coach Heiko Scholz nach der Partie.

Doch für die Viktoria kam es noch schlimmer. Sowohl Schultens (Verdacht auf Kreuzbandriss) als auch Jerome Propheter (Bänderriss im Fuß) mussten frühzeitig ausgewechselt werden und fallen länger aus. Dazu holte sich Kapitän Mike Wunderlich in der ersten Halbzeit die gelbe Karte wegen Meckerns, um dann nach dem Seitenwechsel aus dem gleichen Grund sogar des Feldes verwiesen zu werden. Auf die Viktoria kommen also schwere Wochen zu, auch wenn derzeit noch der erste Platz in der Tabelle zu Buche steht.

Viktoria Köln: Poremba – Cozza (76. Aydogmus), Propheter (46. Glowacz), Kukielka, Eichmeier – Schultens (25. Dahmani), Voigt – Wunderlich, Schlösser, Müller – Bohaddouz.

Das allerdings jetzt nur noch punktgleich mit dem Lokalrivalen aus der Südstadt. Fortuna Köln lag zwar gegen die Reserve von Bayer Leverkusen zur Pause noch mit 0:1 zurück, zeigte aber nach dem Seitenwechsel große Moral. Zunächst hatte Silvio Pagano vom Elfmeterpunkt die große Chance, scheiterte allerdings an Niklas Lomb im Bayer-Kasten. Zu diesem Zeitpunkt musste man das Gefühl haben, die Fortuna sollte das Spiel an diesem Tag einfach nicht gewinnen.

Doch mit zwei tollen Toren von Thomas Kraus (61.) und Pagano (74.) war die Partie bereits eine Viertelstunde vor dem Ende gedreht, den Rest des Spiels schaukelte die Fortuna souverän über die Zeit und verbuchte den zehnten Saisonsieg im 14. Spiel.

Fortuna Köln: Poggenborg, Yilmaz, Flottmann, Ndjeng (56. Cannizzaro), Schaaf, Nottbeck, Zinke, Pagano, Kessel, Pospischil (89 Laux), Kraus (78. Kühn).

Die Reserve des 1. FC Köln kam derweil zu einem glücklichen Punktgewinn beim 3:3 gegen den FC Kray. Nach 65 Minuten lagen die Schützlinge von Trainer Dirk Lottner mit 1:3 hinten und sahen sich zusätzlich einem Elfmeter für den Gegner gegenüber. Der wurde allerdings nicht verwandelt, was Sebastian Spinrath (82.) und Aias Aosman (83.) noch zum Ausgleich nutzten. Zur frühen Führung der Kölner hatte Alexander Vaaßen getroffen.

1. FC Köln II: Schuhen – Vaaßen, Kübler, Nikolaou, Spinrath – Bisanovic, Yabo – Basala-Mazana (72. Musculus), Schnellhardt (64. Schmidt), Thelen – Przybylko (72. Aosman).