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Viktoria: Die doppelte Trainerfrage

Tomasz Kaczmarek, Trainer Viktoria Köln

Sein Verbleib über die Saison hinaus ist noch unklar: Viktoria-Coach Tomasz Kaczmarek
Foto: imago/Eibner

Vor dem Heimspiel gegen die Reserve von Borussia Mönchengladbach steht bei Viktoria Köln die sportliche Situation im Hintergrund. Zwei offene Baustellen auf der Übungsleiterposition beschäftigen den Regionalligisten.

Rheinfussball

Dass bei Viktoria Köln am Freitagabend ein Flutlicht-Spitzenspiel gegen den amtierenden Westmeister ansteht, ist rund um den Sportpark Höhenberg derzeit höchstens zweitrangig. Im Interesse der Öffentlichkeit sind die beiden offenen Baustellen der Höhenberger mit Trainerbezug deutlich präsenter. Die doppelte Trainerfrage des Regionalligisten ist akuter und spannender denn je und lässt das Heimspiel gegen den Tabellenzweiten Borussia Mönchengladbach II in den Hintergrund rücken. Noch immer haben die Verantwortlichen der Viktoria keine Entscheidung über den Verbleib des aktuellen Trainers Tomasz Kaczmarek gefällt. Der 31-Jährige war in die Kritik geraten, als sich der Aufstiegsfavorit durch einen Negativlauf frühzeitig aus dem Meisterrennen verabschieden musste. In mehreren Gesprächen des Vorstandes mit und ohne „Tomek“ wurde über eine Vertragsverlängerung diskutiert, trotz zuletzt positiver Anzeichen und Aussagen steht die endgültige Entscheidung immer noch aus und lässt Fans und Presse nervös mit den Beinen wippen.

Und während sich Sportvorstand Franz Wunderlich und der sportliche Leiter Stephan Küsters noch mit der Frage um den aktuellen Trainer herumschlagen, steht noch immer und immer mehr der Ex-Coach der Viktorianer im Fokus. Claus-Dieter Wollitz, im Dezember 2014 nach anhaltender Erfolgslosigkeit entlassen, befindet sich noch immer in einem Rechtsstreit mit dem Regionalligisten. Obwohl „Pele“ nun mit seinem Ex-Klub Energie Cottbus eine zweite Liaison eingegangen ist, besteht der 50-Jährige weiterhin darauf, dass die Viktoria ihm noch einen großen Haufen Geld schuldet. Die Frage um Gültigkeit und Klauseln seines Vertrages bei den Höhenbergern zieht sich weiter, am 20. Mai werden sich beide Partien erneut vor dem Kölner Amtsgericht begegnen. Obwohl am Freitagabend der Tabellenzweite beim Dritten gastiert, sind es vor allem die Fragen um Kaczmarek und Wollitz, die für angeregte Diskussionen unter den Viktoria-Fans sorgen. Bei elf Punkten Rückstand auf die Spitze hat das Spitzenspiel des 34. Spieltages zu wenig sportliche Bewandtnis, um für feuchte Hände zu sorgen.

Quelle: Daniel Sobolewski für rheinfussball.de