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Viktoria bestraft biedere Fortunen

Glücklos gegen die Viktoria: Fortuna-Kapitän Thomas Kraus Foto: imago/foto2press

Glücklos gegen die Viktoria: Fortuna-Kapitän Thomas Kraus
Foto: imago/foto2press

Wieder ist gegen den Lokalrivalen Endstation für Fortuna Köln: Eine taktisch disziplinierte Viktoria bezwingt den Drittligisten im Halbfinale des FVM-Pokals verdient mit 2:0.

Nur noch wenige Sekunden waren im Südstadion zu spielen, als in der Gästekurve das entscheidende Banner erschien. „Derbysieger“ war dort zu lesen – und das konnte sich die Viktoria zurecht auf die Fahne schreiben. 2:0 hieß es im Halbfinale des FVM-Pokal gegen die höherklassige Fortuna, die erneut gegen die Höhenberger den Kürzeren zog. Der Regionalligist darf derweil nach dem Einzug ins Endspiel am 14. Mai weiter vom erneuten DFB-Pokal-Abenteuer träumen.

Schon früh hatten die Gäste von der „Schäl Sick“ die Weichen Richtung Finalduell gegen den Bonner SC gestellt: René Klingenburg tauchte nach feiner Einzelleistung vor Fortuna-Keeper Poggenborg auf und versenkte das Leder souverän zum 1:0 (12.). Die Südstädter taten sich dagegen äußerst schwer, die taktisch diszipliniert agierende Viktoria zu bespielen. Immer wieder suchte die Elf von Trainer Uwe Koschinat ihr Heil in langen Bällen, die aber die Defensive der Gäste vor wenige Probleme stellte.

Die Teams rieben sich in der spielerisch äußerst schwachen ersten Hälfte vor allem in hitzigen Zweikämpfen auf, die den nicht immer sicheren Schiedsrichter Markus Kuhl (Bonn) vor einige Probleme stellte. Höhepunkt der Auseinandersetzung: Nachdem Viktorias Sportdirektor Stephan Küsters einen Ball zum Ärger der Fortuna-Spieler wieder auf den Rasen beförderte, warf Kapitän Thomas Kraus diesen zurück auf die Gäste-Bank.

Kaum verwunderlich, dass nur bei Standardsituationen für Torgefahr gesorgt wurde: Biadas Distanzknaller stellte Viktorias Schlussmann Nico Pellatz vor einige Probleme (13.), die einzige Fortuna-Chance in der ersten Hälfte. Doch den nächsten Stich setzte der Rivale von der anderen Rheinseite: Wunderlichs Freistoß lenkte Poggenborg in Neuer-Manier an den Pfosten, Timo Staffeldt staubte zum 2:0 ab (45.). Gnadenlos effizient, die Viktoria!

Wer in der zweiten Hälfte auf eine Aufholjagd der Fortuna gehofft hatte, die ja schon einmal einen 0:2-Rückstand im Derby drehen konnte, der sah sich getäuscht. Die Viktoria-Defensive um Routinier Claus Costa räumte jeden langen Ball der Gastgeber ab, spielerisch gelang der Fortuna herzlich wenig. Erst kurz vor dem Schluss hatten die Südstädter die große Chance auf den Anschlusstreffer: Erst scheiterte der eingewechselte Thiemo-Jerome Kialka an Pellatz, den Nachschuss setzte Hamdi Dahmani weit über den Viktoria-Kasten (86.).

Wenige Augenblicke danach durften die Gäste feiern – erneut haben sie auf dem Weg in den DFB-Pokal den Lokalrivalen aus der Südstadt aus dem Wettbewerb geschmissen. Noch lange nach dem Abpfiff bejubelten die Fans gemeinsam mit den Spielern den verdienten Coup. Im Finale in Bonn wartet nun an Christi Himmelfahrt der Lokalmatador.