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Vianden weiter im Amt, Overath geehrt

Quelle: FVM

Der alte und neue FVM-Präsident Alfred Vianden (l.) ehrte den Ex-FC-Präsidenten Wolfgang Overath (M.).

Alfred Vianden ist alter und neuer Präsident des Fußball-Verbandes Mittelrhein. Die 140 Delegierten aus den neun Fußballkreisen wählten den 69-Jährigen in der Sportschule Hennef einstimmig in seine dritte Amtszeit.

Einige Veränderungen gab es im Präsidium. Hans-Christian Olpen, bisher Vorsitzender des Fußballkreises Köln, wurde zum Vizepräsidenten des Verbandes gewählt und folgt auf Karl-Heinz Witt (Kreis Düren), der nach über 50 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit nun in den „Ruhestand“ eintritt. Peter Oprei (Aachen), bisher stellvertretender Vorsitzender des Verbandsschiedsrichterausschusses, löst den ausscheidenden Hans-Jürgen Baier (Sieg) ab. Johanna Sandvoß (Rhein-Erft), 2010 als Vertreterin der jungen Generation ins Präsidium gewählt, übernimmt von Dr. Jan F. Orth (Rhein-Erft) die Präsidiumsaufgaben im Bereich Medien, Kommunikation und Marketing. Ihr Nachfolger ist Dominik Jolk aus dem Fußballkreis Berg. Der Vorsitzende des FVM-Jugendausschusses Marko Tillmann (Sieg), der bereits Anfang Mai auf dem Verbandsjugendtag zum Nachfolger von Klaus Degenhardt (Aachen) gewählt worden war, wurde vom Verbandstag bestätigt. Bei den Satzungsänderungen ist neben der Abschaffung des Verbandsschiedsrichtertages die Regelung von Bedeutung, dass bei Pokalspielen künftig Kosten für fanbedingte Sicherheitsmaßnahmen vom verursachenden Verein zu tragen sind.

 

„Ich danke Ihnen für Ihr Vertrauen und freue mich darauf, gemeinsam mit den Mitarbeitern im Verband, in den Kreisen und Vereinen den organisierten Fußball weiter zukunftssicher aufzustellen“, erklärte Vianden, der zudem das Konzept „Mehr als Fußball 11.0″ vorstellte. Unter diesem Motto setzt der FVM den 2010 begonnenen programmatischen Schwerpunkt in den kommenden drei Jahren fort. „Wir möchten die Werte, die den Fußball ausmachen, weiter in den Vordergrund stellen“, so Vianden. „Respekt, Toleranz und ein anständiges Miteinander sind die Basis unseres Spiels. In der kommenden Saison wollen wir daher diese Werte über die Kreise weiter in die Vereine transportieren“, so Vianden. „Wir haben das Motto nur leicht modifiziert, weil die Fußballentwicklung und Zukunftssicherung unserer Vereine eine Aufgabe ist, die uns dauerhaft begleiten wird.“ 11.0 zeige angelehnt an „Web 2.0″, dass der Fußball für eine moderne Ausrichtung stehe.

Zudem will der FVM unter der Dachmarke „Mehr als Fußball 11.0″ die Flexibilisierung des Spielbetriebs voranbringen, die qualitative Stärkung der Vereine fördern, die Gewinnung und Qualifizierung von ehrenamtlichen Mitarbeitern weiter forcieren und neben den Lizenzangeboten im sportlichen und außersportlichen Bereich künftig noch stärker Kurzschulungen zu den wichtigsten Themen der Vereine anbieten. „Viele Menschen haben Spaß daran, sich ehrenamtlich zu betätigen, schaffen es aber oft aus zeitlichen Gründen nicht, direkt Lizenzlehrgänge zu absolvieren“, so Vianden. „Wir brauchen die ehrenamtliche Mitarbeit und wir wollen diese engagierten Menschen fit für ihre Aufgabe machen.“

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach, der als Laudator fungierte, und Vianden zeichneten zudem Wolfgang Overath als zweiten Preisträger nach Rudi Völler aus. Die Auszeichnung ist mit einer Geldzuweisung seitens des FVM von 5.000 Euro verbunden. „Wir möchten mit dem Preis zum einen das außerordentliche Wirken unseres früheren Präsidenten Egidius Braun würdigen und zudem ein wichtiges Zeichen setzen: Denn der Fußballsport hat eine ungeheuer positive Kraft und eine ebenso große gesellschaftspolitische Verantwortung weit über das Fußballspiel hinaus“, so Vianden. „Wolfgang Overath ist da, wenn man ihn braucht. Er ist ein Glücksfall für den deutschen Fußball“, fasste Niersbach in seiner Laudatio die große Sozialkompetenz des Siegburgers zusammen.