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VfL will auswärts endlich punkten

Quelle: Imago

Einen Sieg fordert VfL-Manager Axel Geerken von seiner Mannschaft. Bei Aufsteiger Hildesheim soll die Gummersbacher Auswärtsmisere endlich ein Ende haben.

Es ist ein Duell der Tabellennachbarn, das am Sonntag um 17.30 Uhr in der Hildesheimer Sparkassen Arena ansteht. Der VfL Gummersbach, aktuell 16. der Handball-Bundesliga, tritt bei der nur eine Position schlechter platzierten Eintracht an. Dabei ist die Stimmungslage durchaus unterschiedlich. Während sich die Niedersachsen als Aufsteiger von Beginn an auf Abstiegskampf eingestellt hatten, wollen die Oberbergischen den Stress im Tabellenkeller schnell wieder abschütteln.

Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Gummersbacher endlich den Auswärtsfluch der aktuellen Saison besiegen. Noch keinen einzigen Punkt holte die Mannschaft von Trainer Sead Hasanefendic in den ersten acht Spieltagen auf fremder Platte.

Nach Niederlagen in Balingen (28:36), Melsungen (26:33), Magdeburg (27:33) und Lübbecke (25:40) nimmt der VfL den nächsten Anlauf nun in Hildesheim. Die Eintracht hat nur zwei Pluspunkte auf dem Konto, musste sich am vergangenen Spieltag dem hessischen Aufsteiger Hüttenberg mit 23:29 geschlagen geben. Auf der Habenseite steht aber immerhin ein Heimsieg (30:26) gegen Frisch Auf Göppingen am 6. Spieltag

„Ein Punkt dort reicht nicht, um uns wieder ein wenig Luft zu verschaffen“, fordert VfL-Manager Axel Geerken einen Sieg. Zuversichtlich machen ihn der starke Auftritt im letzten Bundesligaspiel gegen Berlin sowie der souveräne Auftritt im DHB-Pokal gegen Ferndorf. „Das war wichtig für das angeknackste Selbstbewusstsein.“

„Mit der starken Leistung gegen Berlin haben wir uns die Gewissheit erkämpft, dass wir in dieser Liga noch punkten und generell jeden Gegner schlagen können, wenn wir 100 Prozent Engagement zeigen“, sieht das auch Jörg Lützelberger so.

Den Aufwärtstrend gelte es nun fortzusetzen: „Zumal wir jetzt gegen die Mannschaften spiele, die mit uns da unten stehen. Schlagen wir die, stehen wir dort, wo wir unserem Anspruch nach hingehören, nämlich fünf bis sechs Plätze weiter oben.“

Dafür hat sich der VfL Gummersbach unter der Woche noch einmal Verstärkung gesichert. Bis zum Saisonende läuft der Kroate Goran Sprem im Trikot mit der Nummer 34 auf. Er ist bereits für den Sonntag spielberechtigt.

In Gummersbach soll er als gelernter Außen nun für mehr Torgefahr von links sorgen. „Außerdem verfügt er über sehr viel Erfahrung, die uns in dieser schwierigen Saison helfen wird“, freut sich VfL-Trainer Sead Hasanefendic über den Neuzugang.

Der 32-jährige Linksaußen spielte in der Bundesliga für die SG Flensburg-Handewitt, den TuS Nettelstedt, die MT Melsungen und bis 2009 bei der HSG Nordhorn. Bis zum Ende der vergangenen Saison war er in seiner Heimat bei RK Zagreb aktiv.

Mit der kroatischen Nationalmannschaft holte der 1,84 Meter große und 83 Kilogramm schwere Handballprofi bei der Weltmeisterschaft 2003 sowie den Olympischen Spielen 2004 jeweils die Goldmedaille.