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VfL verliert auch das Derby

Quelle: imago

Christoph Schindler und der VfL Gummersbach am Boden: Nach der 29:31-Pleite im Derby gegen den Bergischen HC stehen die Oberbergischen nur noch auf Rang 16.

Ernüchterung beim VfL Gummersbach: Durch die bittere 29:31-Niederlage im Kellerderby gegen den Bergischen HC rutschten die Oberbergischen auf den Relegationsplatz 16 ab.

Die Enttäuschung war bei den Oberbergischen spürbar groß. Im Duell der Tabellen- wie auch Ortsnachbarn unterlag der VfL Gummersbach in heimischer Halle dem Bergischen HC mit 29:31 (14:13). Anscheinend half auch der zum Saisonende angekündigte Trainerwechsel (Jan Gorr folgt auf Sead Hasanefendic) nicht.

„Wir können einfach keinen Gegner mehr dominieren. Die Gäste haben am Ende davon profitiert, dass sie durchwechseln konnten. Meine Mannschaft hat nach 40 Minuten wieder abgebaut“, schob der kroatische Coach, der den VfL spätestens nach Ende der Spielzeit verlassen wird, die Niederlage auf den quantitativ wie qualitativ dünnen Kader der Gummersbacher.

Daher herrsche direkt Derby-Atmosphäre in der Eugen-Haas-Halle. Vom Anpfiff weg duellierten sich die Gummersbacher Anhänger mit den über 100 angereisten BHC-Fans mit Pauken und Trompeten. Auf dem Spielfeld gab als erster Adrian Pfahl Gas. Schon in der zweiten Minute hämmerte er den Ball zum 1:0 hinter den BHC-Schlussmann Mario Hundstock ins Tor.

Der Bergische HC lag dann durch das 4:3 von Richard Wöss zum ersten Mal in Führung und konnte diese auch bis kurz vor dem Seitenwechsel verteidigen. Bei den Gäste ragte dabei vor allen Dingen der starken Mario Hundstock im Tor, der es in Hälfte eins auf mehr als zehn Paraden brachte, und Alexander Oelze, der fünf Strafwürfe erfolgreich verwertete, heraus. 

Erst in der 25. Minute konnte VfL-Kapitän Vedran Zrnic per Gegenstoß zum 13:13 ausgleichen. Igor Anic stellte zwei Minuten vor der Pause den 14:13-Halbzeitstand für die Gummersbacher her.  Zurück aus der Pause knüpften die beiden Mannschaften nahtlos an die erste Halbzeit an. Die Führung wechselte wieder: 16:14 (34.) durch Kenneth Klev für die Gäste, 21:20 und 22:20 (45.) durch Kentin Mahé für den VfL.

Doch auch diesen Vorsprung gaben die Hausherren wieder aus der Hand: Durch Tore von Kristian Nippes, Mahés ehemaliger Mannschaftskamerad beim DHC Rheinland, Kristoffer Kleven Moen und Alexander Oelze zog der Bergische HC mit 25:23 davon.

Die Gummersbacher steckten nicht auf, gerieten maximal zwei Tore in Rückstand. Die Vorentscheidung fiel dann wieder vom Punkt aus. Während Vedran Zrnic bei seinem Siebenmeter patzte, versenkte Oelze seinen neunten Siebenmeter im Gummersbacher Kasten. Für die endgültige Entscheidung sorgte Hendrik Pekeler 14 Sekunden vor dem Ende mit dem Treffer zum 31:28.

Vedran Zrnics achtes Tor des Tages zum 29:31 war nicht mehr als Ergebniskosmetik. Damit war der VfL- Kapitän bester Schütze, Nationalspieler Adrian Pfahl erzielte sieben Treffer. Beim Bergischen HC war dagegen Alexander Oelze per Siebenmeter satte neun Mal erfolgreich.

Der nächste Auftritt des VfL Gummersbach steht am Mittwoch, den 7. Dezember an. Zum vorgezogenen ersten Rückrundenspieltag kommt dann die HBW Balingen-Weilstetten ins Oberbergische. Anwurf in der Eugen-Haas-Halle ist um 20.15 Uhr.