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VfL steht im Viertelfinale

Quelle: imago

Mit sieben Treffern war Nationalspieler Adrian Pfahl bester Werfer des VfL Gummersbach beim knappen 28:25-Pokalerfolg in Nordhorn.

Im dritten Anlauf hat der VfL Gummersbach unter seinem neuen Trainer Emir Kurtagic den ersten Sieg eingefahren. Durch einen 28:25-Erfolg bei der HSG Nordhorn zogen die Oberbergischen ins Pokalviertelfinale ein. Der VfL Gummersbach hat durch einen hart erkämpften Auswärtssieg beim Zweitligisten HSG Nordhorn die Chance gewahrt, zum dritten Mal nach 2009 und 2010 in das DHB-Pokal Final Four einzuziehen. Die Auslosung der Viertelfinalpartien findet am kommenden Samstag am Rande der Bundesligapartie SG Flensburg-Handewitt – Rhein-Neckar-Löwen statt.

„Nordhorn hat es uns 60 Minuten schwer gemacht. Zu Beginn haben wir versucht, aggressiv zu verteidigen, konnten die Tore aus der Mitte aber nicht verhindern“, war Coach Emir Kurtagic nach seinem ersten Sieg als Cheftrainer nicht vollends zufrieden. „In der zweiten Halbzeit haben wir uns sehr viel bewegt im Angriff, sehr viel gekreuzt. Das hat es der HSG sehr schwer gemacht, und wir haben unsere Chance gut genutzt.“

Die dringend benötigten Punkte im Abstiegskampf hat der Tabellensechszehnte der TOYOTA Handball-Bundesliga durch den Sieg in Nordhorn nicht eingefahren. Und trotzdem könnte dieser Sieg die Basis dafür sein, um auch in der Bundesliga wieder auf die Erfolgsspur zurückzukehren. „Das war enorm wichtig. Zum einen, weil wir eine Runde weiter sind. Zum anderen wissen wir jetzt, dass die Arbeit sich auszahlt, wir auf dem richtigen Weg sind“, so ein erleichterter Emir Kurtagic nach dem Spiel.

Seine Mannschaft tat sich, nachdem die Emsländer mit 1:0 in Führung gegangen waren, zu Beginn sehr schwer. Im gut gefüllten Euregium brauchten die Gummersbacher 20 Minuten, um das erste Mal in Führung zu gehen. Der Franzose Kentin Mahé besorgte nach seinem Treffer zum 10:10 und einer von insgesamt 13 Parade von Aljosa Rezar das 11:10 aus sieben Metern.

Entscheidend absetzen konnte sich der VfL in Durchgang eins aber nicht. Kurz vor der Pause erzielte der Ungar Barna Putics das 14:14, womit er seinen Fehlwurf, der zuvor die erneute HSG-Führung eingeleitet hatte, wieder gut machte. Fünf Sekunden vor dem Ende der ersten 30 Minuten nahm Emir Kurtagic die Auszeit für den VfL. Als die Uhr wieder tickte, passte Adrian Pfahl direkt auf Christoph Schindler, der nach einer kurzen Körpertäuschung abhob und den Ball aus neun Metern zum 15:14-Pausenstand versenkte.

Die Hausherren, die in der 2. Runde des DHB-Pokals bereits den TBV Lemgo aus dem Wettbewerb geschmissen hatten, waren auch nach dem Seitenwechsel weiter auf die nächste Pokalsensation aus. Und so war der VfL-Vorsprung eine Viertelstunde vor dem Ende wieder weg (19:19) und das Spiel zwischen dem Drittletzten der ersten sowie dem Zehnten der zweiten Liga blieb weiter ganz eng.

Mit einem wunderschönen Kempa-Trick besorgten VfL-Regisseur Christoph Schindler als Torschütze und Kapitän Vedran Zrnic das 20:19 (45.), Nationalspieler Adrian Pfahl nach dem erneuten Ausgleich durch die Hausherren das 21:20, Schindler traf zum 22:20. Acht Minuten vor Schluss lag der Bundesligist dann erstmals mit drei Treffern vorne. Kapitän Vedran Zrnic erzielte von Rechtsaußen das 26:23.

Die Mannschaft von Emir Kurtagic verteidigte engagiert und Aljosa Rezar hielt weiter gut. So verteidigten die Gummersbacher den Vorsprung bis zum Schluss. Den Schlusspunkt setzte schließlich Jörg Lützelberger zum 28:25. Den ersten Sieg unter dem neuen Trainer Emir Kurtagic feierte auch Dennis Krause wieder auf dem Feld mit. Der Gummersbacher Abwehrrecke war eine Viertelstunde zuvor nach einem Zusammenprall mit einer blutenden Platzwunde zu Boden gegangen.