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VfL gewinnt immer weiter

Quelle: IMAGO

Trainer Emir Kurtagic freut sich, dass nun endlich die Qualität, die er der Mannschaft attestiert, auch abgerufen wird. Mit dem 5. Sieg in Folge klettert der VfL Gummersbach in der Tabelle weiter nach oben.

Der VfL Gummersbach ist endlich ins Rollen gekommen und konnte gegen Angstgegner TuS N-Lübbecke bereits den fünften Sieg in Serie einfahren.

In der ausverkauften Eugen-Haas-Halle besiegte der VfL Gummersbach am Freitagabend die TuS N-Lübbecke mit 31:30. Dabei hatten sich die Ostwestfalen zuletzt für den VfL zu einem nicht zu schlagenden Angstgegner entwickelt. Gegen Lübbecke standen zuletzt vier Niederlagen zu Buche. Doch mit dem Sieges-Lauf der letzten Spiele im Rücken konnte die Mannschaft auch nicht vom Team von Coach Markus Baur gestoppt werden.

Die, ohne den verletzten ehemaligen Gummersbacher Drago Vukovic angetretenen Gäste gingen zwar durch Arne Niemeyer in Führung. Doch der seit Wochen bärenstarke VfL-Shootingstar Kentin Mahé glich im direkten Gegenzug aus. Die erste Führung für die Hausherren erzielte nach sieben Minuten der Ungar Barna Putics mit seinem Treffer zum 3:2. Den erneuten Ausgleich konnte Jörg Lützelberger egalisieren. Erst scheiterte er noch an TuS-Schlussmann Nikola Blazicko. Den eingeleiteten Gegenstoß entschärfte Bork Ristovski und passte schnell auf Vedran Zrnic. Doch auch der Gummersbacher Rechtsaußen scheiterte an Blazicko. Den Abpraller jedoch bekam dann wieder Jörg Lützelberger zu packen und machte es diesmal besser: 4:3. In der Abwehr agierte der VfL zu Beginn allerdings nachlässig. Und so lag man nach dem zweiten Kempa-Trick durch Nicky Verjans Mitte der ersten Hälfte mit 7:10 hinten.

Der Trainer zeigte daraufhin ein Reaktion, schickte Christoph Schindler als Regisseur auf die Platte und Kentin Mahé auf Linksaußen. Diese Entscheidung wirkte sich sofort positiv aus, denn der Franzose brachte die Gummersbacher mit zwei Treffern wieder ran. Beim Stand von 12:13 hielt Borko Ristovski zwei frei Bälle hintereinander und Kreisläufer Patrick Wiencek brachte die Gummersbacher in Führung. Die Gäste erhielten allerdings noch einmal die Möglichkeit zum Ausgleich und trafen aus sieben Metern zum 14:14.

Nach dem Seitenwechsel lief die Mannschaft von Emir Kutagic erneut bis zur 43. Minute einem knappen Rückstand hinterher. Doch dann leitete der Mazedonier Borko Ristovski im Tor die Wende ein. Beim Stand von 22:23 parierter er erneut einen freien Ball. Im prompten Gegenstoß traf dann Christoph Schindler zum 23:23-Ausgleich. Und mit der dritten Parade in Folge brachte Ristovski nicht nur die Lübbecker zur Verzweiflung, sondern auch die Halle zum Kochen.

Seine Vorderleute versäumten es schnell eine Führung nachzulegen. Adrian Pfahl etwa guckte Dario Quenstedt im TuS-Tor aus und legte den Ball dann an den Pfosten. Besser machte es schließlich Goran Sprem, der tatsächlich mit seinem ersten Ballkontakt einnetzen konnte. Lübbecke nahm in der Folge vor allem das Fangnetz hinter dem VfL-Tor ins Visier. Der VfL hingegen baute weiter am fünften Bundesligasieg in Folge. Mit einem tollen Anspiel an den Kreis fand Adrian Pfahl Igor Anic, der das 25:23 (51.) besorgte. Kurz darauf war Pfahl selber erfolgreich. Aus sieben Metern lupfte der den Ball zum 26:24 über Nikola Blazicko hinweg ins Tor zum 26:24 (53.). Das in der Vorrunde so lange vermisste Selbstbewusstsein war wieder da.

Und das merkte man von nun an auch in der Abwehr, wo der Mittelblock um Igor Anic und Dennis Krause und Patrick Wiencek Schwerstarbeit verrichtete. Vorne sprang der überragende Kentin Mahé aus dem Stand hoch und traf mit seinem achten Tor im achten Versuch zum 27:25 (54.). Mit seinem neunten Treffer erzielte der Franzose das 29:27 für den VfL. Zwei Minuten vor dem Ende standen die Gummersbacher in Überzahl auf der Platte. TuS-Abwehrchef Artur Siodmiak wurde auf die Bank geschickt.

Die Schlussphase: Adrian Pfahl zum 30:28, Barna Putics zum 31:29 und Borko Ristovski klärte mit seiner letzten Parade gegen den heranstürmenden Tim Renner. Der Isländer Daniel Svensson hämmerte den Ball zwar mit Urgewalt aus 15 Metern noch zum 30:31 in die Maschen. Doch nach der von Emir Kurtagic genommenen Auszeit in Minute 59:57 war der fünfte Bundesligasieg in Folge perfekt – und die Negativserie gegen Lübbecke Vergangenheit.

Emir Kurtagic, Trainer VfL Gummersbach zeigte sich begeistert: „Die Mannschaft stand in der Winterpausepause vor der Wahl: Entweder sie trainiert wie verrückt und haut sich in jedem Spiel bis zur Erschöpfung rein – oder sie steigt ab. Wir haben die Qualität und das zeigen wir jetzt auch endlich. Ich bin sehr stolz auf die Jungs.“ Mit diesem Sieg schiebt sich der VfL vorerst auf den 13. Rang der TOYOTA Handball-Bundesliga.