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Verpatzter Saisonauftakt für FCJ Köln

Quelle: Martin Miseré

Kölns neue Zuspielerin Sarah Wolnizki konnte die 0:3-Niederlage gegen Langenfeld auch aufgrund noch fehlender Abstimmung nicht verhindern.

Die Volleyball-Damen des FCJ Köln unterliegen Langenfeld deutlich mit 0:3. Die Mannschaft belegt nach dem ersten Regionalliga-Spieltag den letzten Tabellenplatz. Jimmy Czimek hatte bereits vor dem Spiel aufgrund zahlreicher Ausfälle geahnt, dass es ein schweres Auftaktmatch in der dritten Liga werden würde. Insbesondere in allen anderen Mannschaftsteilen hätte es hundertprozentig stimmen müssen, damit die Kölnerinnen gegen eine eingespielte Langenfelder Mannschaft hätten bestehen können.

Dies war jedoch nicht der Fall und so zogen die Spielerinnen des FCJ Köln mit 0:3 (24:26, 22:25, 16:25) verdient den Kürzeren. Dabei täuscht das deutliche Endergebnis ein wenig über den tatsächlichen Spielverlauf hinweg. In den ersten beiden Sätzen führten der FCJ Köln teilweise deutlich, konnte diese Führung aber nicht in einen Satzgewinn ummünzen.

„Bei einer solchen Konstellation mit neuer Zuspielerin und zwei Mittelspielerinnen, denen ebenfalls noch ein wenig die Spielpraxis fehlt, muss man einfach den ersten Satz gewinnen – das wäre für das Selbstvertrauen des aufgrund der Verletzungen umformierten Teams enorm wichtig gewesen“, nimmt der Kölner Trainer Jimmy Czimek sein Team in Schutz.

„Wenn drei zentrale Stammspielerinnen der letzten Saison so kurzfristig ausfallen, ist das ungefähr so, wie wenn bei einer Fußballmannschaft die gesamte 4er-Abwehrkette inklusive Torwart fehlt“, stellte Thomas Bartel vom Sponsor SNOWTREX einen sportartübergreifenden Vergleich an. „Das kann man nur durch eine überragende Leistung in allen anderen Elementen und auch dem nötigen Quäntchen Glück kompensieren – und das hat uns heute auch noch gefehlt“, so der FCJ-Förderer weiter.

Im letzten Durchgang schien der Widerstand der Kölnerinnen ab Mitte des Satzes gebrochen und Langenfeld dominierte das Spiel nach Belieben. Zudem konnten die gut 70 Zuschauer sehen, wie sehr im Kölner Team insbesondere Silke Schrieverhoff mit ihren wuchtigen einbeinigen Angriffen und ihrem großen Block fehlte. Nicht umsonst zählt die ehemalige Münsteranerin zu den stärksten Angreiferinnen der Liga.

„Das ist überhaupt kein Beinbruch für uns“, stellte Kölns Coach Jimmy Czimek abschließend klar. „Wir können akzeptieren, wenn Mannschaften momentan stärker sind als wir – und das war heute definitiv der Fall. Wir werden im Laufe der nächsten Wochen verstärkt an den uns aufgezeigten spielerischen Schwächen arbeiten und schauen uns solange die Tabelle von unten an – solange das kein Dauerzustand ist, kann auch diese neue Perspektive einmal eine durchaus motivierende sein“, kann der Kölner Trainer über den aufgrund der so deutlichen Niederlage am ersten Spieltag entstandenen, ungewohnten letzten Tabellenplatz schon wieder ein wenig schmunzeln.