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Veränderung muss her!

Hooligans. Und dazu wieder eine dieser miesen Nachrichten! Die Zahl der gewalttätigen Fußballfans hat sich in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt. Das schreibt die „Bild“. Von 3.493 im Jahr 2000 auf 8.028 in 2010. Außerdem seien in der letzten Saison 784 Polizisten im Einsatz gegen solche Schläger verletzt worden, eine Steigerung von 35 Prozent. Das ist wirklich dramatisch!

Und die Polizei beschuldigt die Vereine, sie würden das Problem bagatellisieren. Würden die Ultras hofieren. Weil die für Stimmung in den Stadien sorgten.

Dann aber sagt Frank Richter, NRW-Chef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), einen richtigen Satz: „Bei den Ultras gibt es eine Gruppe, die gar nicht an Fußball, sondern ausschließlich an Gewalt interessiert ist.“ Das macht die Lage klarer. Und als aus dem Innenministerium zu hören ist: „Die Ultrabewegung steht am Scheideweg“, wird klar: Hier liegt das Problem, hier muss man ansetzen!

Der FC, seine Fans und auch Köln stecken mitten drin in diesem Schlamassel, da die Ultras des Klubs derzeit zu den Gruppen gehören, die Pate stehen für die miesen Nachrichten, die dramatischen Zahlen, die bösen Auswüchse in den deutschen Fußballstadien. Aber, es gibt Menschen im Umfeld der Ultras, denen ist die Brisanz der derzeitigen Eskalation schon bewusst. Die wollen was ändern. Die wollen erklären: Wer sind die Fans, wer die Schläger? Und sie sind bereit zu reden, zu erklären, zu diskutieren, mit den Vereinen, sogar mit der Polizei. So können alle verstehen, was los ist, können reagieren. Und dann tun, was nötig ist. Im Sinne der vielen Fans. Und des Fußballs in unserer Stadt.

Change! Unter dieses Schlagwort stellte Barak Obama seinerzeit seinen Wahlkampf und wurde US-Präsident. Change. Wechsel. Aber auch: Veränderung. Ein gutes Motto!