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TV-Gelder: FC strebt Neuregelung an

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Der 1. FC Köln arbeitet an einer Neuregelung der Verteilung der Fernseheinnahmen
Foto: imago/Sven Simon

Mehr Fernsehgelder für beliebte Traditionsklubs? Gemeinsam mit fünf weiteren Vereinen strebt der 1. FC Köln unter dem Titel „Team Marktwert“ eine Neuregelung an.

Die Diskussion um die Verteilung der Fernsehgelder erreicht in der Bundesliga einen neuen Höhenpunkt: Sechs Erstligisten, darunter auch der 1. FC Köln, haben sich zum „Team Marktwert“ zusammengeschlossen und wollen ein neues Modell für die künftige Verteilung der TV-Erlöse erarbeiten. Neben den „Geißböcken“ sind auch Werder Bremen, Hertha BSC, Eintracht Frankfurt, der Hamburger SV und der VfB Stuttgart an Bord der Vereinigung, die in einer öffentlichen Stellungnahme ihren Standpunkt verdeutlicht.

Man strebe eine gerechte und moderne Verteilung der nationalen TV-Gelder an, heißt es dort. Nach Überzeugung der zunächst sechs Klubs solle ein zeitgemäßes Verteilungsmodell über die reine Wertung von Tabellenplätzen hinausgehen und auch der Bedeutung der einzelnen Klubs für die Gesamtmarke Bundesliga Rechnung tragen. „Das Produkt Bundesliga wird unabhängig vom aktuellen Tabellenstand maßgeblich von Klubs geprägt, die sehr beliebt und bekannt sind und viele Fans haben. Bisher erhält jeder Klub einen Sockelbetrag. Zudem gibt es Geld für den sportlichen Erfolg der letzten fünf Jahre. Die Bedeutung jedes Klubs für die Liga sollte künftig bei der Verteilung der TV-Erlöse ebenfalls ein Gewicht haben, indem eine dritte Säule integriert wird. Ein solches nachhaltiges Modell wollen wir nun gemeinsam erarbeiten“, erklärt FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle.

Dieser „Marktwert“, der laut der Stellungnahme als „dritte Säule“ in die Berechnung zur Verteilung der TV-Gelder miteinberechnet werden soll, könne sich aus „objektiven Kennzahlen wie Fanbasis, Beliebtheit, Bekanntheit, TV-Reichweite und Interaktionsraten in Social Media errechnen“. So solle beispielsweise eine große, leidenschaftliche Fangemeinde als Wert im TV-Ranking Berücksichtigung finden – denn sie führe zu höheren Einschaltquoten und einer größeren Wahrnehmung der Gesamtmarke Bundesliga in der Öffentlichkeit. Ziel der Initiative sei es, ein solches Modell mit objektiven Kennzahlen rechtzeitig zur kommenden TV-Rechte-Vergabe gemeinsam zu erarbeiten und dafür eine Mehrheit im Ligaverband zu erhalten – um damit die Leistungsfähigkeit der Bundesliga zu stärken.