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Tiafack nicht zu schlagen

367 Tage ist es her, dass der Kölner Boxer Nelvie Tiafack für seine Leistungen 2016 zum Nachwuchssportler des Jahres ernannt wurde. Doch wie ist es dem Superschwergewichtler seitdem ergangen?
Tiafack

Nelvie Tiafack (l.) wurde sowohl Deutscher Meister in der U18, als auch in der U19. Mittlerweile steigt er in der Box-Bundesliga für den Nordhäuser SV in den Ring (Foto: imago/Mausolf)

Vor genau einem Jahr und zwei Tagen wurde Nelvie Tiafack auf der Kölschen SportNacht 2017 für seine Leistungen 2016 zu Kölns Nachwuchssportler des Jahres gekürt. Der Amateurboxer des SC Colonia, der erst als Jugendlicher mit dem Boxsport begann, galt damals als eines der größten Talente im Superschwergewicht – und ist es heute immer noch.

Denn, auch wenn es um den in Kamerun geborenen 1,90-Koloss seither medial etwas ruhiger geworden ist, lässt der ehemalige U19-Meister sportlich weiter aufhorchen. Seit Februar 2018 tritt Tiafack für den amtierenden Deutschen Meister, den Nordhäuser SV, in der Box-Bundesliga an – mit Erfolg! Bisher entschied der Normalausleger alle seine Kämpfe für sich.

Ehrgeiz und Nervenstärke

Seinen wohl wichtigsten Erfolg für die Bundesliga-Boxstaffel des Nordhäuser SV holte Tiafack am Wochenende. Nachdem sich die Kämpfer der anderen Gewichtsklassen gegen den BC Chemnitz enge Fights lieferten, fiel die Entscheidung über Unentschieden oder Sieg erst im Superschwergewicht.

Doch Nelvie Tiafack ließ ab dem ersten Gong keinen Zweifel aufkommen, wer den Ring als Sieger verlassen sollte. „Wenn ich in den Ring steige, ist es egal ob wir schon gewonnen haben oder nicht – ich will immer gewinnen“, sagte der Kölner in Diensten des NSV. Er sicherte mit seinem Erfolg nicht nur den Mannschaftssieg, sondern auch den vorzeitigen Einzug der Nordhäuser ins Finale um die Krone der Box-Bundesliga.

Dort trifft der Nordhäuser SV als Sieger der Südstaffel auf den BSK Hannover-Seelze, der sich in der Nordstaffel durchsetzte. Der Kampf um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft wird in Hin- und Rückkämpfen am 21. und 28. April ausgetragen. Der Kölner Nelvie Tiafack könnte auch dann wieder das Zünglein an der Waage sein.