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Tatort Stadion: Ausstellung in Köln

Auch Fangruppen des 1. FC Köln sind an der Ausstellung beteiligt. Foto: IMAGO/Buthmann

Auch Fangruppen des 1. FC Köln sind an der Ausstellung beteiligt.
Foto: IMAGO/Buthmann

Das Deutsche Sport & Olympia Museum zeigt ab dem 15. August eine Ausstellung des Bündnis Aktiver Fußballfans (BAFF) zum Thema Diskriminierung im Fußball.

Millionen von Fußballfans fiebern dem Start der Bundesligasaison entgegen. Wenn der Ball wieder rollt, werden sie im Stadion sein, um ihren Verein mit Schal und Fahnen zu unterstützen und dem Geschehen auf dem Rasen den typischen Rahmen zu verleihen. Doch auch nach dem Triumph von Brasilien ist nicht davon auszugehen, dass auf den Rängen deutscher Stadien nur positive Schlagzeilen produziert werden.

So dürften etwa Anfeindungen und Beschimpfungen an der Tagesordnung bleiben, die nicht nur auf die Anhänger des Gegners oder den Schiedsrichter zielen, sondern in völlig inakzeptabler Weise auch Ausländer oder Homosexuelle diffamieren. Nicht selten sind auch sexistische Ausfälle. Diese Art der Diskriminierung wird vom DFB und seinen Vereinen, aber auch von vielen Fans selbst längst als Problem wahrgenommen und thematisiert. Diese Sensibilität ist das Ergebnis ganz
unterschiedlicher Initiativen und Maßnahmen, wobei der Ausstellung Tatort Stadion und den Ausstellungsmachern vom BAFF besondere Verdienste zukommen.

Die 2001 entwickelte, seither stetig erweiterte und aktualisierte Ausstellung macht auf eindrucksvolle Weise deutlich, wie und warum das Stadion zum „Tatort“ wird, zeigt aber auch Wege auf, wie entsprechenden Auswüchsen entgegengewirkt werden kann. Pünktlich zum Auftakt der neuen Bundesligasaison präsentiert das Deutsche Sport & Olympia Museum in Verbindung mit dem Kölner Fanprojekt, der Bildungseinrichtung BiBeriS und der Ultra-Gruppe Coloniacs nun „Tatort Stadion“ sowie ausgewählte Exponate zu einer Schattenseite des Spiels, das ansonsten so viel Zuspruch findet und Begeisterung weckt.

Mehr Infos über die Ausstellung im Kölner Rheinauhafen gibt es hier.