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Super jeile Zick

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Mailand oder Madrid, Hauptsache Europa. Das galt lange nicht so sehr wie in dieser Saison, in der der FC wieder nach den europäischen Wettbewerben greift. Und genau dort stecken unvergessene Erinnerungen, on Münzwurf bis Kantersieg! Köln.Sport blickt auf die Europapokal-Highlights des „Effzeh“.
Köln siegte 1980 völlig überraschend 4:0 gegen Barcelona im Uefa Cup.

Rene Botterin (li.) setzte sich im legendären Duell gegen Barcelona 1980 im Kopfballduell gegen seinen Gegenspieler durch. (Foto: imago/Kicker/Liedel)

Lang, lang ist’s her, dass die „Geißböcke“ den europäischen Vereinsfußball unsicher gemacht haben. In Vergessenheit sind die teils dramatischen Schlachten aber nie geraten. Die ersten Gehversuche unternahm der 1. FC Köln 1961, als er erstmals in einem europäischen Wettbewerb vertreten war. Der Gegner im sogenannten Messestädte-Pokal, kurz Messepokal, war kein Geringerer als der renommierte siebenfache Italienische Meister Inter Mailand. Mission Impossible? Von wegen! Als wären sie im internationalen Geschäft schon ewig zu Hause, begannen die Rheinländer furios und durften nach nur 120 Sekunden Europapokalluft-Schnuppern das erste Tor bejubeln. 4:2 hieß es am Ende für den „Effzeh“. Eine 0:2-Niederlage im Rückspiel bedeutete ein Entscheidungsspiel. Nach großem Kampf verabschiedete sich Köln durch eine 3:5-Niederlage aus dem Wettbewerb. Die ersten Schritte sind immer die schwersten …

Aus per Münzwurf
Zweifelsfrei einer der kuriosesten Fußballgeschichten überhaupt ereignete sich am 24. März 1965 in Rotterdam. Nachdem die beiden Partien im Viertelfinale des Europapokals der Landesmeister zwischen dem 1. FC Köln und dem FC Liverpool torlos geendet hatten, kam es zu einem Entscheidungsspiel. Man spielte weder in Köln noch in Liverpool, sondern auf einem neutralen Platz. Die niederländische Hafenstadt Rotterdam sollte schließlich der Ort sein, an dem die wohl denkwürdigste Entscheidung des Wettbewerbs getroffen wurde. 90 Minuten duellierten sich beide Klubs, der „Effzeh“ zeigte- Comeback-Qualitäten und glich den 0:2-Rückstand zu einem 2:2 aus. Nach 90 Minuten gab es keinen Sieger, das hieß: Verlängerung, Spannung, aber keine Tore. Was nun? Elfmeterschießen? Fehlanzeige! Um einen Sieger und damit den Halbfinalisten zu ermitteln, wurde vom belgischen Unparteiischen Robert Schaut wie damals üblich eine Münze geworfen. Als wäre das noch nicht dramatisch genug gewesen, musste auch hier ein zweiter Versuch gestartet werden. Warum? Die Münze blieb beim ersten Versuch senkrecht im Rasen stecken. Ein Wiederholungswurf musste her, der schließlich das Aus der wacker kämpfenden Domstädter besiegelte.

Festtag gegen Ajax
Wir machen einen Sprung ins Jahr 1975. Die Rheinländer empfingen im Viertelfinale des UEFA-Cups den FC Amsterdam. Zuvor hatte sich Köln gegen Kokkolan Palloveikot, Dinamo Bukarest und Partizan Belgrad durchgesetzt. Auf dem Weg ins Halbfinale, welches man im sechsten Anlauf endlich erreichen wollte, zeigten die „Geißböcke“ gegen Amsterdam eine Galavorstellung und feierten einen 5:1-Kantersieg. Allen voran die Tormaschine Dieter Müller begeisterte die Fans, indem er binnen 16 Minuten einen Hattrick erzielte. Auch im Rückspiel, dass die Kölner dank des 5:1-Erfolges im Rücken ganz entspannt angehen konnten, behielten sie die Oberhand und zogen durch den 3:2-Sieg erstmals ins Halbfinale des UEFA-Cups ein. Dort kam es zu einem rein deutschen Duell: Der Erzrivale aus Mönchengladbach wartete auf die Kölner und beendete letztlich den Traum vom Finale. Dennoch war es auf internationalem Parkett das zu dem Zeitpunkt erfolgreichste Jahr.

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