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Sturm: Trotz Top-Fight enttäuscht

Quelle: imago

Nur Unentschieden: Box-Champion Felix Sturm

Kopfschütteln bei Felix Sturm: Der Kölner Box-Held bleibt WBA-Weltmeister im Mittelgewicht, musste sich aber gegen den Briten Martin Murray mit einem Unentschieden begnügen.

„Was soll ich sagen?“, meinte Felix Sturm kopfschüttelnd. „Mit einem Unentschieden ist keiner glücklich. Ich habe mich vorne gesehen, habe klarer getroffen, muss das Urteil aber akzeptieren.“

Der WBA-Superchamp hatte in der Mannheimer SAP-Arena vor 14.000 Fans einen spektakulären Kampf gegen Martin „The Power“ Murray geliefert, zu dem der Engländer allerdings wesentlich beitrug.

Folge: Die drei Punktrichter werteten die Ringschlacht unterschiedlich – aus Sturms Sicht mit enttäuschenden 116:112, 113:115 und 114:114 Punkten. Der Champ: „Ich glaube schon, dass ich die klareren Treffer hatte. In der 12. Runde war ich kurz davor, den K.o. zu setzen. Schade drum, im Rematch kläre ich die Sache!“

Unter dem Motto „Ring on Fire“ hatte das Sturm-Management den „heißesten Kampf des Jahres“ angekündigt – und damit nicht zu viel versprochen. Schon zu Beginn des Fights zeigte sich der Titelverteidiger (mit Ehering als Glücksbringer am rechten Schuh) explosiv, marschierte immer wieder angriffslustig nach vorne.

Erst in der zweiten Hälfte verlor der Kampf an Tempo. Sturms Widersacher blieb zäh wie ein englisches Steak, konterte immer wieder. In der letzten der zwölf Runden mutierte der WM-Kampf dann zu einem wahren Schlagabtausch. Sturm setzte nach und hatte Murray kurz vor dem K.o. – es wäre der sichere Sieg gewesen.

Auch wenn es das umstrittene Urteil am Ende nicht widerspiegelt: Gegenüber seinem letzten Fight im Juni gegen den Briten Matthew Macklin (Punktsieg) in Köln zeigte sich Felix Sturm stark verbessert. Fazit: Das war spektakuläres Boxen mit Herz!

Kopfschütteln bei Felix Sturm: Der Kölner Box-Held bleibt WBA-Weltmeister im Mittelgewicht, musste sich aber gegen den Briten Martin Murray mit einem Unentschieden begnügen.