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Sturm holt sich Rekord-Titel

Felix Sturm Fedor Chudinov Boxen

Setzte sich in Oberhausen zum fünften Mal die WM-Krone auf: Felix Sturm (l.)
Foto: imago/Marianne Müller

Felix Sturm ist wieder Weltmeister. Im Rückkampf gegen Fedor Chudinov setzt sich der Kölner nach zwölf Runden äußerst knapp und heftig umstritten durch.

Vier Weltmeistertitel hatte Felix Sturm (40-5-3) im Verlauf seiner Profi-Karriere bereits sein Eigen nennen dürfen, allesamt im Mittelgewicht. Am 20. Februar sollte der fünfte hinzukommen – der erste seit dem Wechsel ins Supermittelgewicht. Fedor Chudinov (14-1), inzwischen Super-Champion der WBA, war kein Unbekannter, hatte im vergangenen Mai Sturm klar nach Punkten besiegt. Auch wenn dies damals nur zwei von drei Punktrichtern so gesehen hatten. Der Verband setzte daraufhin diesen Rückkampf an.

Die Zuschauer in der voll gepackten König-Pilsener-Arena bekamen diesmal aber einen ganz anderen Felix Sturm zu sehen als im ersten Aufeinandertreffen. Gleich in der ersten Runde machte der Kölner Tempo und überraschte den Russen mit guten Treffern. In weiterer Folge entwickelte sich ein attraktiver Fight ohne Klammeraktionen, dafür aber mit vielen engen Runden. Tendenziell hatte Sturm seine beste Phase in der ersten Kampfhälfte, Chudinov in der zweiten. Beide teilten aus, beide kassierten. Mehrmals rasselten die Boxer mit den Köpfen gegeneinander, beim Kölner öffnete sich in den letzten Runden eine kleine Cut-Verletzung, die allerdings keine weiteren Folgen für den Kampfverlauf hatte.

Nach zwölf Runden mussten einmal mehr die Punktrichter entscheiden. Ignacio Robles aus Panama wertete das Duell Unentschieden (114:114), Jean-Louis Leglande aus Frankreich und Giuseppe Quartarone aus Italien sahen den Herausforderer knapp mit 115 zu 113 Punkten vorne. Sieger und neuer WBA-Weltmeister im Supermittelgewicht: Felix Sturm. Eine durchaus umstrittene Entscheidung, die anschließend auch heiß diskutiert wurde, und zwar weltweit. Auch weil die Schlagstatistik von CompuBox insgesamt mehr Treffer des Russen (297 bei 1.022 Schlägen) gegenüber Sturm (184 bei 605) aufwies. Chudinovs Lager forderte auf der Pressekonferenz eine zeitnahe Revanche, diesmal jedoch in Moskau.

Quelle: box-sport.de