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Stöger vor dem Aus?

Nach der elften Niederlage im 13. Bundesligaspiel der laufenden Saison gegen Hertha BSC Berlin wird es für Peter Stöger eng.
Peter Stöger nach dem Spiel

Hat Peter Stöger noch den Rückhalt der Mannschaft. Die Aussagen von Matthias Lehmann lassen dies nicht unbedingt vermuten (Foto: imago/Eisenhuth)

Es war eine Niederlage, die zwar vermeidbar, aber dennoch erwartbar war. Denn angesichts des enormen Verletzungspech schickte Peter Stöger im Heimspiel gegen Hertha BSC Berlin eine Notelf auf den Rasen, in der unter anderem der erst 16-jährige Yann Aurel Bisseck sowie Bundesliga-Oldie Claudio Pizarro (39) von Beginn an aufliefen.

Trotz Personalnot startete der 1. FC Köln ordentlich in die Partie und kam in der Anfangsphase durch Guirassy (8.) und Rausch (12.) zu Tormöglichkeiten. Im Netz zappelte der Ball dann aber auf der anderen Seite. Nach Plattenhardt-Ecke köpfte Selke Richtung Tor, wo Ibisevic den Ball abfing und im Nachstochern aus kurzer Distanz zur Hertha-Führung einschob (17.).

FC kommt nicht zurück

Fortan übernahmen die Gäste zunehmend die Kontrolle und drängten auf das 2:0. Ibisevic (26.) sowie Mittelstädt (31., 34.) scheiterten allerdings am Kölner Keeper Timo Horn. Die Stöger-Elf blieb hingegen weitestgehend harmlos und kam auch nach der Pause kaum einmal gefährlich vor das Tor der Gäste. In der 59. Minute bot sich dann aber doch die Chance zum Ausgleich Einen Linksschuss des zur Pause für Jojic eingewechselten Tim Handwerker parierte Jarstein  aber stark.

Fünf Minuten später fiel die Entscheidung zugunsten der Hertha. Einen von Matthias Lehman an Davie Selke verursachten Foulelfmeter verwandelte Vedad Ibisevic sicher (64.). Weil anschließend wenig passierte, blieb es beim 2:0 für den Hauptstadtklub. Fpr die auswärtschwachen Berliner war es der erste Saisonsieg in der Fremde. Beim FC hingegen wackelt Trainer Peter Stöger mehr denn je.

Stöger bleibt (vorerst) im Amt

Matthias Lehmann hatte sich nach dem Spiel nicht mehr für den Trainer ausgesprochen. „Es ist nicht unsere Aufgabe, den Trainer zu köpfen“, so der Kapitän, der anfügte, dass eine Entscheidung in der Verantwortung Vorstandes oder des Trainers selbst liege. „Wir werden weiterkämpfen, in welcher Konstellation wird man sehen“, so Lehmann weiter. Die FC-Bosse trafen sich noch in der Nacht zu einer Krisensitzung und verkündeten am Montag, dass Stöger auch gegen Schalke auf der Bank sitzen werde. Eine weitere Niederlage darf sich der Österreicher dann aber womöglich nicht mehr leisten.

Aufstellung: T. Horn – Bisseck, M. Lehmann (84. Nartey), Jorge Meré – Klünter, Özcan , Jojic (46. Handwerker), Rausch – Osako (72. Ouahim), Guirassy – Pizarro