Köln.Sport

Stefan Löcher ist Macher des Jahres 2019

Seit über 20 Jahren ist Stefan Löcher für die Lanxess-Arena aktiv – und schreibt deren Erfolgsgeschichte munter weiter. Auch 2019 hätte besser kaum laufen können. Und das war keine Frage des Glücks, sondern ist vor allem der herausragenden Arbeit des 48-Jährigen geschuldet.

Ob Sportstadt oder nicht – die Beziehung der Stadt Köln zum Sport ist eine ganz besondere. Weil es Menschen gibt, die Schweiß, Nerven und Herzblut investieren, um sich für ihn einzusetzen.

Drei Siege in Serie – das gab es bei der Köln.Sport-Wahl zum Macher des Jahres noch nie. Dass der Arena-Chef und „Macher des Jahres“ 2017 und 2018 diese Auszeichnung aber auch im dritten Jahr in Folge verdient hat, daran ließen sowohl die Experten-Jury, als auch das Redaktions-Voting keinen Zweifel. Der Grund: Spricht man über Kölner Spitzensportveranstaltungen 2019, fällt meistens auch der Name Stefan Löcher.

Der Arena-Boss blickt einmal mehr auf ein sehr erfolgreiches Jahr im „Deutzer Henkelmännchen“ zurück. Sportveranstaltungen von internationaler Bedeutung wie der IHF Handball-Weltmeisterschaft 2019 oder dem VELUX EHF FINAL4 folgte Lob von allen Seiten. Dabei sind für Löcher und seine Firma Veranstaltungen dieser Größenordnung ein Kraftakt, um sie nach Köln zu holen oder hier zu halten, geht das Privatunternehmen regelmäßig selbst ins Risiko.

Gefragt wie nie

Darüber hinaus beweist Löcher mit innovativen Ideen wie der 2019 erstmals ausgerichteten Super-Bowl-Fan-Party immer wieder ein glückliches Händchen. Außerdem gelang es Löcher gemeinsam mit Haie-Geschäftsführer Philipp Walter, die Auslastung bei Spielen des KEC deutlich zu steigern. Kein Wunder also, dass sich die Deutzer Multifunktions-Arena auch 2019 wieder ganz weit vorne im Ranking der besten Arenen der Welt platziert hat.

Im vergangenen Jahr wurden für Veranstaltungen in der Lanxess-Arena über eine Millionen Karten verkauft. Global erfolgreicher als der Deutzer Veranstaltungstempel sind in dem Ranking nur noch das zweitplatzierte „The SSE Hydro“ im schottischen Glasgow sowie der legendäre „Madison Square Garden“ in New York City.

2020 wartet schon das nächste Großevent

Und auch bei der Wahl zum Macher des Jahres 2020 könnte Löcher wieder unter den Top-Platzierungen landen. Denn in diesem Jahr wird die bedeutendste europäische Basketball-Liga ihr Finale unter dem Dach der Lanxess-Arena ausrichten. Beim „Turkish Airlines Basketball EuroLeague Final4“ Ende Mai blickt dann einmal mehr die ganze Welt auf die „Schäl Sick“ nach Deutz.

Und so schreiben Seriensieger Stefan Löcher und seine Arena die Erfolgsgeschichte wohl auch in den kommenden Monaten weiter. Zurücklehnen und genießen allerdings, das ist nicht sein Ding. Im öffentlichen Diskurs kämpft der Geschäftsführer seit Jahren für die Belange des Kölner Sports und prangert Missstände, beispielsweise bei der Verteilung des städtischen Haushaltes zu Ungunsten der Sportförderung an. Der Köln.Sport-Macher des Jahres 2019 ist also nicht nur erfolgreich, sondern tritt auch für den Sport in der Domstadt ein – das macht ihn zu einem absolut würdigen „Serientäter“.

Ehrenpreis für Schumacher

Toni Schumacher hatte kein leichtes Jahr 2019. Er musste sich in Köln Zweitligafußball seines FC anschauen, den Rücktritt von FC-Präsident Spinner im März verkraften und im September seinen Stuhl im Vorstand des 1. FC Köln räumen. Warum also erhält Toni Schumacher von der Jury das Voting zum Ehrenpreis? Weil er, abseits des großen Profifußballgeschäftes, für den Sport in Köln ein weiterhin enorm wichtiger Player ist.

Als Sportbotschafter bringt der „Tünn“ seine Prominenz immer wieder ein, um die Kölner Sportlandkarte nachhaltig zu vergrößern. Allen voran setzt er sich für das DFB-Pokalfinale der Frauen ein, welches im Vorjahr zum zehnten mal in Köln stattfand und so Jubiläum feierte. „Als wir vor zehn Jahren mit dem Pokalfinale in Köln angefangen haben, war das großartig. Wir haben bei der Bewerbung gezittert und gehofft, dass wir das Finale auch bekommen. Mittlerweile wurde der Vertrag bis 2020 verlängert. Das ist großartig. Das Drumherum passt!“, sagte der Tünn, der 2019 seinen 65. Geburtstag feierte, gegenüber dem DFB selbst.

Toni Schumacher ist maßgeblich daran beteiligt, dass seit 2009 das DFB-Pokalfinale der Frauen in Köln stattfindet. (Foto: imago images/ Future Image)

Einmal FC, immer FC

Trotzdem er nicht mehr im obersten Gremium des Vereins angestellt ist, trägt Schumacher den FC dennoch weiterhin im Herzen. Sein Engagement bei der Stiftung des 1. FC Köln, die seit vielen Jahren karitative Projekte in und rund um Köln untersützt, gewährleistet, dass Fans nie ganz auf den noch immer sehr beliebten Ex-Nationaltorwart verzichten müssen. Generell zeigte Schumacher, dass ihm trotz aller politischen Machtspiele die Liebe zu seinem Verein nicht abhanden gekommen ist.

Dass die Mehrheit der FC-Mitglieder bei der MV gegen Markus Ritterbach und ihn stimmten, ließ den früheren Weltklasse-Keeper nicht verbittert zurück: Als loyales und echtes Aushängeschild des Vereins verkörpert er den so positiv-bekloppten Club wie kein Zweiter. „Fußballkompetenz im Vorstand bedeutet für mich, dass man Erfahrung und Gefühl für einen Fußballverein mitbringt, und genau das habe ich getan“, sagte der „Tünn“ nach seinem Austritt im September. Das kann ihm – wie auch immer man Schumachers Arbeit bewerten mag – auch wirklich niemand abstreiten.

So wurde abgestimmt

Die Wahl der „Macher des Jahres“ ist keine willkürliche, sondern das Ergebnis einer Abstimmung, die von der Köln.Sport-Redaktion durchgeführt wurde. Neben den Stimmen der KS-Redaktion wurden dafür auch die Stimmen einer 50-köpfigen externen Experten-Jury, bestehend aus Vertretern aus Politik, Verwaltung, Verbänden, Institutionen, Unternehmen, Vereinen und lokalen Sport-Medien ausgewertet.

Aus einer Liste von 23 Kandidaten durfte jedes Jury-Mitglied bis zu drei Kandidaten auswählen, jede Stimme wurde mit einem Punkt berechnet. Bei Gleichstand wurde der/die Kandidat/in bevorzugt, die mehr Punkte von den Experten-Jury erhalten hatte. Der Ehrenpreis wurde unabhängig von dieser Wahl durch die Redaktion vergeben.

Außerdem nominiert:
  • Stephan Baeck
  • Nina Brunnenberg
  • Klaus Gdowczok
  • Britta Heidemann
  • Dr. Agens Klein
  • Kai Köhler
  • Daniel Müller
  • Stefan Müller-Römer
  • Sedat Özbicerler
  • Peter Pfeifer
  • Lukas Podolski
  • Dieter Sanden
  • Eckhard Sauren
  • Gregor Timmer
  • Philipp Walter
  • Alexander Wehrle
  • Lutz Wingerath

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