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Staatsanwaltschaft klagt gegen Felix Sturm

Lange war es ruhig um Ex-Weltmeister Felix Sturm. Doch nun droht dem 39-Jährigen ein Gerichtsverfahren, das berichtet „Sport Bild“.
Sturm

Felix Sturm droht Ärger. Die Kölner Staatsanwaltschaft ermittelt demnach aufgrund eines positiven Dopingbefunds bei Sturms letztem Profikampf am 20. Februar 2016 gegen den Russen Fedor Chudinov. (Foto: imago/Sven Simon)

Die Kölner Staatsanwaltschaft ermittelt demnach aufgrund eines positiven Dopingbefunds bei Sturms letztem Profikampf am 20. Februar 2016 gegen den Russen Fedor Chudinov. Sturm gewann den Fight um den WBA-Titel (Super) im Supermittelgewicht knapp und umstritten nach Punkten. Nach dem Fight wurde der gebürtige Leverkusener jedoch positiv auf das Anabolikum Hydroxy-Stanozol getestet. Sowohl A- als auch B-Probe waren positiv.

„Die Anklagepunkte sind Selbstdoping, Teilnahme an einem Wettkampf unter Selbstdoping und gefährliche Körperverletzung“, sagte ein Gerichtssprecher der „Sport Bild“. Die Anklage sei Sturm zugestellt worden, der zuletzt vor allem in Bosnien lebte. „Nun hat er Möglichkeit eine Stellungnahme abzugeben. Danach entscheidet dann die Kammer, ob und mit welchen Anklagepunkten das Hauptverfahren eröffnet wird“, so der Sprecher weiter.

Der Strafrahmen für gefährliche Körperverletzung liegt zwischen sechs Monaten und zehn Jahren Freiheitsentzug. Bei Selbstdoping, das seit Dezember 2015 gesetzlich strafbar ist, liegt das Strafmaß zwischen einer Geldstrafe und bis zu drei Jahren Gefängnis. Ob der Fall vor Gericht geht, wird sich wahrscheinlich erst im neuen Jahr entscheiden.