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SSBK appelliert an OB Reker

In einem offenen Brief hat sich gestern der Stadtsportbund Köln zusammen mit der Sportjugend an die Oberbürgermeisterin Henriette Reker gewannt.

Henriette Reker hat die Chance zu zeigen, dass der Sport in Köln große Unterstützung erfährt (Foto: imago/Horst Galuschka)

Gestern, am 4.4., richtete sich Klaus Hoffmann, Vors. des SSBK’s und Helmut Schaefer, Vors. der Sportjugend in einem öffentlichen Appell an die Politik. Hintergrund: Der Haushalt für 2018 soll im Sommer vorliegen, die Ankündigung, etliche Haushaltsposten kritisch zu hinterfragen, wirft aus Sicht des SSBK’s die Frage auf, welchen Stellenwert der Sport bei der Stadtverwaltung bzw. dem neuen Haushalt haben wird.

In dem offenen Brief möchten Stadtsportbund und Sportjugend gemeinsam klar machen, dass „der Sport mit seinen Vereinen eine Vielzahl öffentlicher Aufgaben der Gesellschaft übernimmt“ und eine „Investition in den organisierten Sport nicht nur notwendig, sondern mehr als berechtigt“ sei.

Insbesondere die Arbeit der Ehrenamtler in den Vereinen und der Sportjugend als größte Jugendorganisation in der Kommune solle gewürdigt werden. Der Aufruf ist nachvollziehbar, schließlich stecken immer mehr Sportvereine in finanziellen Schwierigkeiten. Bei den Fussball-Amateurvereinen beispielsweise könnte 2017 deutschlandweit die Zahl erstmals seit langer Zeit auf unter 25.000 fallen. Zum Vergleich: Bei der Jahrtausendwende waren es noch knapp 2.000 mehr.

In Köln ist das Bild ähnlich, viele Vereine haben Probleme. Grund genug, den Finger in die Wunde zu legen. Der Zeitpunkt des offenen Briefs kommt indes nicht zufällig. Derzeit steht eine einmalige Rückzahlung des Landschaftsverbands über 34 Millionen Euro zur Debatte. Gabriele Klug, Kämmerin der Stadt Köln, kündigte an, dass kein Geld aus diesem Topf für die Sportvereine verwendet werden soll. Nun appellieren Klaus Hoffmann und Helmut Schaefer gemeinsam an die Politik: Wer sich „Sportstadt Köln“ nenne, der müsse auch den Sport finanziell unterstützen. Klingt plausibel!