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Sportstätten-Chef Wingerath: „Köln braucht neue Halle“

Lutz Wingerath, Geschäftsführer der Sportstätten GmbH

Sieht dringenden Handlungsbedarf bei einer größeren Sporthalle: Sportstätten-Chef Lutz Wingerath
Foto: Köln.Sport/Thomas Berger

Schon länger wird in Köln die Forderung nach einer größeren Halle für den Kölner Spitzensport laut. Sportstätten-Chef Lutz Wingerath sieht nun akuten Handlungsbedarf.

In Köln fehlt es an der richtige Halle für den Kölner Spitzensport – diese Forderung ist ganz und gar nicht neu. Zwischen der Lanxess-Arena, die bis zu 20.000 Zuschauern Platz bietet, und besseren Turnhallen existiert in der Domstadt keine geeignete Sportstätte für ambitionierte Vereine wie die RheinStars Köln oder auch der Ausrichtung von größeren Meisterschaften. Nun kommt offensichtlich wieder Schwung in die Angelegenheit. Sportstätten-Chef Lutz Wingerath signalisiert akuten Handlungsbedarf: „Es fehlt eine Sporthalle in der Größe für 3000 Zuschauer. Für Sportarten wie Volleyball, für eine Deutsche Meisterschaft im Tischtennis, im Fechten, Ringen oder etwa fürs Boxen haben wir in Köln keine Halle, in der wir 1000 oder mehr Zuschauer unterbringen könnten“, betont der 44-Jährige in einem Interview mit dem „Express“: „An einer Realisierung einer solchen Halle sollte – wenn es irgendwie geht und der Haushalt es zulässt – kurzfristig gearbeitet werden.“

Bereits in der April-Ausgabe des Köln.Sport-Magazins hatte Wingerath den Bedarf bestätigt: „Das ist auf jeden Fall ein Mangel. Diese Kapazität kann in Köln nicht angeboten werden, obwohl wir genug erfolgreiche Sportarten vor Ort haben, die eine solche Hallengröße bespielen könnten. Da denke ich an Basketball, Volleyball und Handball“, erklärte der gebürtige Mönchengladbacher, der seit Anfang des Jahres die Geschicke der Sportstätten GmbH leitet. Einen möglichen Standort für die Halle nennt Wingerath nicht – die entsprechende Schritte müssten dann noch eingeleitet werden.

Zuvor hatten auch schon die Basketballer der RheinStars Köln, die alle Heimspiel der kommenden Saison in der Lanxess-Arena absolvieren werden, die Probleme thematisiert: „Es ist natürlich schwierig für einen Zweitligisten, in so einer großen Halle aufzulaufen. Wir haben da anderen Vereinen gegenüber einen Wettbewerbsnachteil“, sagte RheinStars-Geschäftsführer Stephan Baeck im Köln.Sport-Interview: „Ich glaube, dass Basketball in Köln ein ganzes Stück weiter wäre, wenn wir die passende Halle hätten. Dennoch ist es ganz wichtig für uns, dass wir mit der Lanxess-Arena eine gute Perspektive haben. Ohne die Lanxess-Arena könnten wir den Spielbetrieb jetzt einstellen.“