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Sportlerwahl NRW 2012

Quelle: IMAGO

Auch das Beachvolleyball-Team Julius Brink/Jonas Reckermann (v.l.) sind für den FELIX-Award 2012 nominiert.

Das Jahr 2012 zählte wieder unzählige sportliche Großereignisse. Die Sportlerinnen und Sportler aus NRW nutzten zahlreiche Möglichkeiten sich durch Weltklasse-Leistungen auszuzeichnen und dadurch für emotionale Momente zu sorgen.

 

Auch viele Sportlerinnen und Sportler aus dem Kölner Raum zählen in diesem Jahr zu den Nominierten für den begehrten FELIX-Award, der Auszeichnung für Nordrhein-Westfalens Sportler/in, Mannschaft, Trainer/in, Newcomer/in und Behindertensportler/in des Jahres:
Nominiert wurden:

Sportlerin:

Oksana Chusovitina, Turnen (Sprung)
Die 37jährige vom TV Herkenrath, wurde bei den diesjährigen Olympischen Spielen Fünfte, konnte aber während ihrer langen Karriere schon viele Titel erturnen. Unter anderem wurde sie Deutsche Meisterin 2012 auf dem Schwebebalken und bekam dort auch Silber im Sprung. Olympisches Gold erreichte sie 1992 und Olympisches Silber im Jahre 2008. Mit den Olympischen Spielen in London verabschiedete sich die Turnerin aus dem Profisport.

Britta Heidemann, Fechten (Degen)
Sie zählt auch in diesem Jahr bei der Wahl zur Sportlerin des Jahres wieder als heiße Favoritin, da sie bei den Olympischen Spielen in London eine Silbermedaille im Degenfechten gewonnen hat. Doch auch in den vergangenen Jahren erreichte die Kölnerin, die bei Bayer 04 Leverkusen trainiert, viele Preise; u.a. Olympisches Gold im Jahre 2008, Gold bei der WM 2007 sowie Gold bei der EM 2009.

Linda Stahl, Leichtathletik (Speerwurf)
Die taffe Ostwestfälin, die beim TSV Bayer 04 Leverkusen trainiert, erreicht im Speerwurf ungeahnte Höhen und Weiten. Anfangs noch als Aussenseiterin betitelt, errang sie 2010 schon den Titel als Leichtatlethik-Europermeisterin mit einem Wurf von 66,81 Metern. Weitere Auszeichnungen folgten und in London gewann sie in diesem Jahr Olympische Bronze.

 

Sportler:

Ole Bischof (Judo)
Als einer der erfolgreichsten Judoka Deutschlands gab er während der Olympischen Spiele 2012 in London sein Karriereende bekannt. Der 33-Jährige erreichte viele Titel in seinem Sport, wie beispielsweise Olympisches Silber 2012, Olympisches Gold 2008 sowie Gold bei der EM 2005.

Max Hoff (Kanu)
Der 30-Jährige Troisdorfer, der aktuell für KG Essen trainiert, wechselte erst 2007 vom Wildwasser zum Kanurennsport. Seitdem errang er schon zahlreiche Titel. Im vergangenen Jahr holte er eine Goldmedailler bei der WM im Einer-Kajak über 5.000 Meter sowie in diesem Jahr Silber bei der EM im Einer-Kajak und Olympische Bronze in London im Einer-Kajak über 1.000 Metern.

Nicolas Limbach (Fechten)
Trotz aller Enttäuschungen in diesem Jahr bei den Olympischen Spielen, gab es für den 27-Jährigen der beim Turn- und Sportverein Bayer Dormagen 1920 e.V. trainiert, dann aber auch eine Reihe von Erfolgen wie dem Gesamtweltcupsieg, dem dritten Platz mit der Mannschaft bei den Europameisterschaften oder dem deutschen Meistertitel, immerhin seinem vierten.

Björn Otto (Leichtathletik)
Trotz mancher Höhenflüge hat der 35-Jährige Stabhochspringer vom LAV Bayer Uerdingen/Dormagen auch einige Tiefpunkte überstehen müssen, bis es ihm endlich vergönnt war, bei den Olympischen Spielen anzutreten: für Athen 2004 konnte er sich nicht qualifizieren und vor Peking 2008 war er verletzt. So waren die Spiele in London 2012 seine ersten. Und die hat der Kölner mit Bravour gemeistert und sich mit 5,91 Metern die Silbermedaille gesichert.

Julius Brink/Jonas Reckermann (Beachvolleyball)
Sie sind die neuen Gold-Jungs am Strand: Für Deutschlands beste Beachvolleyballer Julius Brink und Jonas Reckermann ging in diesem Sommer mit dem Olympia-Sieg ein Traum in Erfüllung. Seit drei Jahren treten die beiden Wahl-Kölner gemeinsam an, haben sich mit Erfolg an die Weltspitze gepritscht und gebaggert. Gleich im ersten Jahr wurden sie im norwegischen Stavanger Weltmeister, als erstes europäisches Duo. Bei Europameisterschaften, Weltmeisterschaften und auf der Welttour zeigten sie ihr Können. Trotz einer Schulterverletzung von Jonas Reckermann, schaffte es das Team in London bei den Olympischen Spielen Gold zu holen.

 

Mannschaft:

Deutsche Hockeynationalmannschaft Herren
Titelverteidiger im Goldrausch: Die deutschen Hockey-Herren haben ihren Goldtraum erneut wahr gemacht und in London den vierten Olympiasieg gefeiert. In einem spannenden Olympia-Finale besiegten sie den Erzrivalen Holland. Das spielstarke Team ist für seine
Erfolge bei Welt- und Europameisterschaften bekannt. Bei den Hallenhockey-Europameisterschaften überzeugten die Deutschen bislang als Rekordmeister: Bei 13 Europameisterschaften in der Halle holten sie zwölf Erfolge, zuletzt den ersten Platz bei der
Europameisterschaft 2012 in Leipzig. Auffällig ist auch der hohe Anteil an Spielern aus NRW: Von den 16 Spielern des Olympia-Kaders stammen neun aus einem nordrhein-westfälischen Verein.

Trainer/in:

Steffi Nerius (Leichtathletik, Paralympischer Sport)
Als Speerwerferin ist die Goldmedaillengewinnerin der Weltmeisterschaften 2009 in Berlin einem großen Publikum bekannt. Was viele bis zu den Paralympics 2012 in London nicht wussten: Die Diplom-Sportlehrerin engagiert sich seit dem Ende ihrer aktiven Karriere als Vollzeittrainerin im Behindertensport. Seit 2009 trainiert die Leverkusenerin die Behindertensportler des TSV Bayer 04 Leverkusen. Dem nicht genug: In der Leichtathletik-Nationalmannschaft des Deutschen Behindertensportverbandes hat sie die Funktion der Blocktrainerin Wurf und der Disziplintrainerin Speer übernommen. Und das mit großem Erfolg: Mit Weitspringer Markus Rehm und Diskuswerfer Sebastian Dietz haben in London gleich zwei Schützlinge der ehemaligen Speerwurf-Weltmeisterin eine Goldmedaille gewonnen.

Jürgen Wagner (Beachvolleyball)
Maßgeblichen Anteil am Gold-Triumph des Beachvolleyball-Duos Julius Brink/Jonas Reckermann bei den Olympischen Spielen 2012 hat der Headcoach der beiden „Beach-Boys“: Jürgen Wagner aus Moers. Der 56-jährige ist Chef des Trainer-Trios, das Brink/Reckermann in London zum historischen Triumph dem Olympischen Gold führte.

 

Newcomer/in:

Annika Beck (Tennis)
Bereits im Alter von vier Jahren schwang die junge Tennisspielerin vom RTHC Bayer Leverkusen das Racket und das am liebsten auf Hartplätzen. Doch auch andere Spieloberflächen hindern sie nicht daran, den Tenniscourt erfolgreich zu verlassen (Siegerin bei ihrem ersten ITF-Tunier in Kaarst im Januar 2010, Debüt bei der WTA-Tour in Kopenhagen im April 2012, erstmalige Teilnahme an den Wimbledon Championships im Juni 2012 sowie Finalsiegerin im Junioren-Wettbewerb der French Open Anfang Juni 2012). Nach erfolgreichem Abitur 2011 konzentriert sie sich nun ganz auf ihre Profi-Karriere.

Maike Ziech (Judo)
Die heute 19-Jährige vom Sportinternat Köln, wähnte sich schon auf dem Weg nach oben. 2009 wurde sie Vize-Europameisterin in der U17. Dann warfen sie zwei Kreuzbandrisse für immerhin fast zwei Jahre aus dem Rennen. Doch mittlerweile hat sich der Erfolg wieder eingestellt – mit dem Deutschen Meistertitel und als Europameisterin hat sie ihr Comeback eindrucksvoll gemeistert.

 

Behindertensportler/in:

Birgit Kober, Leichtathletik (Speerwurf, Kugelstoßen)
Birgit Kober, vom Verein Bayer Leverkusen, ist als Favoritin bei den Paralympics angetreten und hat diese Rolle mit Bravour gemeistert. 27,03 Meter warf sie den Speer weit – das ist Weltrekord und wurde mit Gold belohnt. Aber auch in einer anderen Disziplin konnte die Sportlerin, die seit einem Behandlungsfehler im Rollstuhl sitzt, glänzen. Sie sicherte sich auch beim Kugelstoßen die begehrte Goldmedaille und krönte den Erfolg hier ebenfalls mit einem Weltrekord in ihrer Klasse.

Heinrich Popow, Leichtathletik (Weitsprung, Sprint)
Bei den Paralympics ist der oberschenkelamputierte Athlet von Bayer Leverkusen er schon ein Routinier. Immerhin war London seine dritte Teilnahme an den Spielen. Und stetig hat er seine Leistung verbessert und sich auf dem Treppchen immer eine Stufe höher gearbeitet. Zuletzt setzte er sich gegen den Australier Scott Reardon durch. Mit 12,40 Sekunden über 100 Meter erkämpfte er sich 2012 die Goldmedaille. Damit nicht genug, verbesserte Popow zudem seinen im Vorlauf aufgestellten Europarekord noch einmal um drei Hundertstel. Das linke Bein verlor der Spitzensportler bereits als Kind. Ein Tumor machte die Amputation notwendig.

Markus Rehm, Leichtathletik (Weitsprung, Sprint)
Wenn er etwas tut, dann gründlich. Schon mit seinem ersten Sprung erzielte der Athlet von Bayer Leverkusen in London mit 7,14 Metern Weltrekord. Doch es kam noch besser. Im dritten Durchgang steigerte der Schützling von Steffi Nerius seine Leistung noch einmal auf 7,35 Meter. „Das war ein perfekter Sprung“, kommentierte der 24-Jährige, dem nach einem Unfall 2003 der rechte Unterschenkel amputiert wurde, seine Leistung. Recht hatte er. Der Paralympics-Sieg krönt nun seine bisherigen Erfolge.

Die FELIX-Verleihung findet am 14. Dezember 2012 in der Westfalenhalle in Dortmund statt.