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Spinner verteidigt harte Maßnahmen

Werner Spinner verteidigt die harten Maßnahmen gegen den Fan-Club "Boyz".  Foto: imago/Manngold

Werner Spinner verteidigt die harten Maßnahmen gegen den Fan-Club „Boyz“.
Foto: imago/Manngold

Nachdem der 1. FC Köln mit harten Maßnahmen auf die Vorfälle in Mönchengladbach reagiert hat, verteidigt Werner Spinner den Kurs des Vereins. Der Klub könne nun einer Gruppe eine Beteiligung, „die über Einzeltäter hinausgeht“, am Abbrennen von Pyrotechnik und dem Platzsturm nach dem Spiel nachweisen, erklärte der FC-Präsident gegenüber der „BILD“. „Wenn der Kopf des Fanklubs mit als Erster auf den Platz stürmt und andere auffordert, hinterherzukommen, dann stimmt in dem Fanklub etwas nicht“, führte Spinner weiter aus.

Bei dem Fanklub handelt es sich um die Ultra-Gruppe „Boyz“, die rund 50 Mitglieder stark ist, und bereits in der Vergangenheit mehrmals negativ aufgefallen war. Der Verein hatte angekündigt der Gruppe den Fanclub-Status abzuerkennen, außerdem sollen Stadionverbote gegen alle Mitglieder der Gruppe erlassen werden. Auch die Heim- und Auswärtsdauerkarten der Mitglieder sollen gekündigt werden.

Zuspruch erhalten Spinner und der FC für ihren harten Kurs auch vom kommenden Gegner. „Ich bewundere den Mut und die Kraft der Kölner“, erklärte Martin Kind, Präsident von Hannover 96, gegen über dem „Kölner Stadtanzeiger“. Auch DFL-Geschüftsführer Andreas Rettig begrüßte die Maßnahmen der Kölner. Ob weitergehende Schritte nun notwendig sind, ließ er gegenüber dem „Express“ zunächst offen: „Komplett auf Gästefans zu verzichten, mit der Entscheidung hätte ich Kummer.“ Der Geschäftsführer, der als Manager auch schon für den FC tätig war, führte aber an, dass personalisierte Tickets bei Risikospielen durchaus denkbar wären. „Damit wurden beim Niedersachsen-Derby gute Erfahrungen gemacht.“

Sowohl Spinner als auch Rettig betonten jedoch auch, dass unabhängig von den Vorfällen vom Wochenende der Dialog mit der aktiven Fanszene unbedingt fortgesetzt werden soll.