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SnowTrex kämpft sich auf Platz zwei

Quelle: Martin Miseré

Jubel bei den SnowTrex: Der Sieg gegen Oythe stand lange auf der Kippe.

In einer dramatischen Fünf-Satz-Partie haben die Zweitliga-Volleyballerinnen von DSHS SnowTrex Köln nach der Abwehr von drei Matchbällen den Tabellennachbarn VfL Oythe mit 3:2 geschlagen.

Köln startete schwach in die Partie. Neben zahlreichen Aufschlagfehlern produzierten die Domstädterinnen zu Beginn des Matches viele Eigenfehler, so dass Oythe den ersten Satz sicher nach Hause bringen konnte. Im zweiten Durchgang konnte Köln innerhalb kurzer Zeit einen 10:13-Rückstand unter anderem mit starkem Service von Silke Schrieverhoff in eine komfortable 21:14-Führung umwandeln, doch Oythe konterte und holte sich die nächsten sieben Punkte. Köln behielt jedoch die Nerven und gewann den Satz knapp mit 25:23.

Im dritten Durchgang waren nun endlich beide Teams im Spiel angekommen und lieferten sich bis zum Spielstand von 18:18 ein deutlich druckvolleres Spiel mit zahlreichen harten Angriffen und spektakulären Abwehraktionen. Oythe setzte sich in der Schlussphase vorentscheidend auf 24:20 ab, doch mit Laura Feldmann am Aufschlag schaffte Köln die kaum für möglich gehaltene Wende, wehrte vier Satzbälle ab und holte sich den Durchgang in der Verlängerung. Im vierten Satz dann wieder das umgekehrte Bild. Oythe gab sich noch lange nicht geschlagen und konnte diesen Satz mit einer im gesamten Spiel überragend angreifenden Sandra Cabanska in der Schlussphase für sich entscheiden, so dass es in den Entscheidungssatz ging. Hier zeigten die Kölner Volleyballerinnen zu Beginn eindrucksvoll, dass sie heute mit zwei Punkten vom Spielfeld gehen wollten und setzten sich früh mit 10:4 ab. Doch Oythe kam zurück, Köln schwächelte und mit zwei Serien erspielte sich der Gegner aus Niedersachsen über 9:11 und 14:11 drei Matchbälle. Lautstark angefeuert von den DSHS-Asta-Tutoren, die nach dem ersten Tag des Übewochenendes an der Sporthochschule gemeinsam das Spiel verfolgten, erinnerten sich die Kölner Spielerinnen an die Endphase des dritten Satzes. Mit drei Blockpunkten, vorbereitet von guten Aufschlägen der Kapitänin Marina Wagner erspielte sich Köln selber einen Matchball, den Laura Feldmann mit einem Block-Aus-Angriff verwandelte, wonach die 290 begeisterten Kölner Zuschauer ihr Team mit Standing Ovations feierten.

„Wir sind über den Kampf ins Spiel gekommen und haben immer, auch mit dem Rücken zur Wand, an uns und unsere Fähigkeiten geglaubt“, nannte eine nach dem Spiel sichtlich mitgenommene Marina Wagner den Schlüssel zum Erfolg. Auch Kölns Trainer Jimmy Czimek war vom heutigen Match angetan: „Ein Spiel wie heute ist natürlich extrem selten und hätte auf jeden Fall zwei Sieger verdient gehabt. Wir hatten am Ende das Glück des Tüchtigen auf unserer Seite. Vor allem freut es mich, dass beim heutigen Spiel unsere tollen Zuschauer voll auf ihre Kosten gekommen sind und sehen konnten, wie sich die Mädels nie geschlagen geben.“

Nach diesem gelungenen Rückrundenstart, durch den sich die Kölnerinnen auf den zweiten Platz in der Tabelle vorschieben konnten, geht es nun für die Domstädterinnen am kommenden Samstag zum Nachwuchs des Deutschen Meisters, den Schweriner SC II.