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Siebter Streich für Rot-Weiss

Jubel bei Rot-Weiss: Der Meistertitel kommt zurück nach Köln Foto: twitter/phz25

Jubel bei Rot-Weiss: Der Meistertitel kommt zurück nach Köln
Foto: twitter/phz25

Riesige Freude bei Rot-Weiss Köln: Die Hockey-Herren des Traditionsklubs sicherten sich in einem spannenden Endspiel den siebten Meistertitel der Vereinsgeschichte.

Erleichtert atmete Frederik Merz auf, als der Abpfiff des Endspiels um die Deutsche Feldhockey-Meisterschaft ertöte. 4:3 hatte Rot-Weiss Köln gerade den Lokalmatadoren UHC Hamburg niedergerungen und den siebten Titel der Vereinsgeschichte unter Dach und Fach gebracht. Dass es am Ende noch so knapp wurde, danach sah es lange Zeit nicht aus. 3:0 und 4:1 lagen die Domstädter bereits vorne, ehe es der ehemalige Welthockeyspieler Moritz Fürste zwei Minuten vor dem Abpfiff noch einmal spannend machte.

„Wir haben die Anfangsphase, als der UHC noch keine klare Linie hatte, gut für uns genutzt“, lobte Meistertrainer Merz den Start seiner Schützlinge in die Partie. „In der zweiten Halbzeit ging so ein bisschen die Sorge um, dass man den Pokal, den man fast schon in der Hand hatte, doch noch verlieren könnte. Wir haben uns aber immer wieder auf die wichtigen Dinge besonnen, defensiv alles reingeworfen, die Druckphase des UHC am Ende überstanden und das Ding trotzdem gewonnen.“

Vor 1.700 Zuschauern gelang den Kölnern ein Blitzstart: Benjamin Weß, später zum besten Spieler der Endrunde gewählt, nutzte die erste Chance des Spiels und brachte die Rot-Weißen nach neun Minuten in Führung. Nach einigen vergebenen Chancen war es dann Joshua Delarber, der fast mit dem Halbzeitpfiff für den Vizemeister auf 2:0 erhöhte (35.). Kurz nach Wiederbeginn baute Mats Grambusch die Führung noch aus (37.).

Wer dachte, die Kölner würden die Partie ähnlich souverän wie im Halbfinale gegen Krefeld am Vortag (3:0) herunterspielen, der sah sich getäuscht: In der 43. Minute verkürzte Philip Schmid für den noch titellosen UHC auf 1:3. Doch Rot-Weiss konterte abermals: Nach einem Foul von UHC-Keeper Nicolas Jacobi blieb Tom Grambusch beim Siebenmeter eiskalt: 4:1! Die endgültige Entscheidung zugunsten der Kölner war der Treffer aber noch nicht, denn die Hamburger läuteten angetrieben von Fürste die Schlussoffensive ein. Doch die Treffer von Schmid (51.) und Fürste (68.) kamen zu spät, am Ende jubelte Rot-Weiss Köln über den siebten Titel.

„Wenn man so ein Spiel von außen betrachten musst, ist das noch viel aufregender“, fasste Kölns Doppel-Olympiasieger Christopher Zeller, der das Finalwochenende verletzt nicht bestreiten konnte, die Spannung zusammen. „Was die Jungs geleistet haben, ist Weltklasse. Gestern und heute haben sie das wirklich souverän gespielt. Am Ende wurde es natürlich noch mal knapp, aber ich war sicher, dass die Jungs den Pokal holen, weil sie einen guten Eindruck gemacht haben.“
Für die RWK-Damen, die als Titelverteidiger und Hauptrundensieger in die Endrunde in Hamburg gingen, endete das Finalwochenende dagegen mit einer Enttäuschung. Im Halbfinale schied das Team von Trainer Markus Lonnes gegen den Münchner SC denkbar knapp mit 1:2 nach Siebenmeterschießen aus. „Wir haben eigentlich ein richtig gutes Spiel gemacht. Ich bin wirklich stolz auf meine Mannschaft. Am Ende war es Pech, aber das haben wir auch schon anders herum erlebt“, wollte Lonnes seinen Spielerinnen keinen Vorwurf machen.

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