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Schmadtke: „Wir sind auf Kurs“

Sieht die aktuelle Situation noch nicht als dramatisch an: FC-Sportchef Jörg Schmadtke Foto: imago/Chai v.d. Laage

Sieht die aktuelle Situation noch nicht als dramatisch an: FC-Sportchef Jörg Schmadtke
Foto: imago/Chai v.d. Laage

Im Sinkflug Richtung Abstiegsplätze? Der 1. FC Köln kämpft gegen eine Ergebniskrise an. FC-Sportchef Jörg Schmadkte sieht sein Team aber weiterhin im erwarteten Bereich.

Acht Spiele sind in der Rückrunde bereits gespielt und die Bundesliga-Saison geht so langsam in die heiße Phase. Doch der Motor beim 1. FC Köln stottert seit der Winterpause gewaltig. Nur ein Sieg und drei Unentschieden, so lautet die magere Bilanz der „Geißböcke“. Mit 30 Punkten steht das Team von Peter Stöger auf dem zwölften Tabellenrang, zum Relegationsplatz sind es nur noch lediglich sechs Punkte Abstand. Doch die Führungsetage des FC sieht trotz der Probleme in der Rückrunde (nur sechs Zähler im Jahr 2016, Vorletzter der Rückrundentabelle) noch keinen Grund zur Panik. „Wir sind weiter auf Kurs“, sagte FC-Geschäftsführer Jörg Schmadtke im „Bild“-Interview in Bezug auf das 40-Punkte-Ziel, das vor der Saison ausgegeben wurde.

„Wir bezahlen momentan auch dafür, dass wir eine zu hohe Erwartungshaltung nicht befriedigen können, die von außen aufgebaut wurde. Das nehme ich wahr. Wenn wir dann aber auch noch als Euro-League-Versager bezeichnet werden, finde ich es sehr merkwürdig“, betont der 51-Jährige. Nach dem Sieg gegen Borussia Dortmund zum Hinrundenabschluss schien ein Euro-League-Platz in Reichweite, doch die vielen sieglosen Spiele sorgten dafür, dass der Abstand immer größer wurde. Den Grund dafür sieht Schmadtke jedoch nicht ausschließlich in der eigenen Spielanlage, sondern auch in der Benachteiligung durch die Schiedsrichter. Zuletzt gab es im Spiel gegen Schalke erneut eine Situation, in denen den Kölnern ein Elfmeter verweigert wurde. Zudem wurde in den Schlussminuten beim Tor von Anthony Modeste zu Unrecht auf Abseits entschieden.

„Das soll kein Alibi, keine Entschuldigung und kein Jammern sein. Aber es trifft uns diese Saison sehr hart und behindert uns in unserer Entwicklung, weil wir nicht planen können“, beklagt der Sportchef. Doch auch aus sportlicher Sicht gibt es Gründe für die derzeitige Erfolglosigkeit: Zwar konnte sich das Team bis jetzt schon fast so viele Torchancen herausspielen wie in der gesamten letzten Saison, doch die Effizienz vor dem gegnerischen Tor ist zu gering. „Die Spieler gehen zu sorglos mit den Chancen um. Sie spielen gut und erarbeiten sich die Möglichkeiten. An der Verwertung müssen wir arbeiten“, sagte Schmadtke. Die Qualität der Stürmer sei dabei aber nicht das Problem, vielmehr komme zu wenig Torgefahr aus dem Mittelfeld, dass bislang nur vier Tore beisteuerte. Noch ist genug Zeit, das 40-Punkte-Ziel zu erreichen. Die erste Chance wieder in die Spur zu finden, bietet sich am Samstag gegen den Tabellenletzten aus Hannover.