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Köln.Sport

Rüdes Foul am Kölner Sport!

Die Sporthalle in Weiden ist die Heimat der Regionalliga-Volleyballerinnen des FC Junkersdorf Foto: Anna Kadlec

Die Sporthalle in Weiden ist die Heimat der Regionalliga-Volleyballerinnen des FC Junkersdorf
Foto: Anna Kadlec

In einem offenen Brief kritisiert die Kölner Sportjugend die fehlende Kommunikation bei der erneuten Wahl der Turnhalle Weiden als Notunterkunft für Flüchtlinge. Wir dokumentieren diesen:

Wie schon zur Gewohnheit der stillschweigenden „Kommunikation“ geworden, bemächtigt sich das Dezernat für Soziales wieder einer Sporthalle für die Unterbringung von Flüchtlingen. Wie immer ohne die Einbindung des organisierten Sports, wie immer aus dem Nichts heraus und mit viel zu später Information des SSBK und der SJK. Im sportlichen Miteinander nennt man das ein rüdes Foul!

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate wird die Sporthalle Weiden vereinnahmt. Ein weiteres Mal zeigt sich die scheinbare Überforderung der Behörde bei Planung, Kommunikation, Transparenz und Bewältigung außergewöhnlicher Umstände wie bei der Flüchtlingsproblematik. Keine Spur davon, auch andere Gesellschaftsbereiche ins Kalkül zu nehmen.

Dass der Sport den Flüchtlingen sehr viel Sympathie, Mitgefühl und Solidarität entgegenbringt ist nicht nur bekannt, sondern hat er auch wie kaum jemand sonst gezeigt. Dafür ist der Sport ohnehin bekannt. Seit Jahren. Seit Generationen.

Dass dieses Entgegenkommen hinter vorgehaltener Hand als „Weg des geringsten Widerstandes“ missdeutet wird, ist fatal und beleidigend für die Fairness und die Toleranz im Sport. Mit diesem permanenten Überraschungsmanagement wird die überragende Willkommenskultur im Kölner Sport fahrlässig aufs Spiel gesetzt.

Dem können und wollen wir nicht tatenlos zusehen! Es ist genug! Der Flüchtlinge wegen und der Sportvereine wegen endgültig genug! Es ist höchste Zeit, dass auch andere als der Sport gefordert und in die Verantwortung genommen werden! Es ist höchste Zeit für eine für alle sichtbare Planung!

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