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Rot-Weiss verpasst Titel knapp

Enttäuschte Gesichter auf der Kölner Bank nach der Finalniederlage gegen den Harvestehuder THC. Foto: imago/Eibner

Enttäuschte Gesichter auf der Kölner Bank nach der Finalniederlage gegen den Harvestehuder THC.
Foto: imago/Eibner

Der zehnte Titel in der Halle bleibt Rot-Weiss Köln weiterhin verwehrt: Wie im Vorjahr war erneut im Finale Endstation.

Die Enttäuschung stand ihnen ins Gesicht geschrieben. Nach einem packenden Endspiel zogen die Hockey-Herren von Rot-Weiss Köln wie schon im Vorjahr den Kürzeren. 7:10 hieß es am Ende gegen den Favoriten Harvestehuder THC.  „Es fühlt sich anders an als im vergangenen Jahr. Wir waren definitiv Außenseiter und haben das Beste daraus gemacht. Ich bin stolz auf das, was wir erreicht haben“, erklärte der stolze, aber dennoch enttäuschte Kölner Trainer Frederik Merz.

Zunächst sah in Berlin allerdings alles andere als nach einer Finalniederlage für die Domstädter, die im Halbfinale den Club an der Alster denkbar knapp ausgeschaltet hatten, aus: Mit einem Doppelschlag durch Florian Schotten und Tom Grambusch gingen die Kölner in Führung. Die Hamburger ließen sich von den beiden Toren keinesfalls schocken und drehten innerhalb von vier Minuten den Rückstand in eine 3:2-Führung.

Nun nahm die Partie, die von 2500 Zuschauern verfolgt wurde, merklich Fahrt auf, es ging auf beiden Seiten hin und her. Mit der letzten Schlussecke ging der HTHC abermals in Front (30.), mit 5:6 aus Kölner Sicht ging es in die Pause. Auch nach dem Seitenwechsel setzten beide Mannschaften das Tempohockey des ersten Durchgangs fort. Der Harvestehuder THC baute die Führung auf 7:5 aus , ehe Martin Chorus Rot-Weiss noch einmal herankommen ließ (41.). Kurz darauf erhöhte Körper wieder für den HTHC auf 8:6. Ein Doppelpack des ehemaligen Welthockeyspielers Tobias Hauke und Finn Köhler ließ den Vorsprung der Hamburger zwischenzeitlich auf vier Tore anwachsen – die Vorentscheidung.

Marco Miltkaus Treffer fünf Minuten vor dem Ende war nicht weniger als Ergebniskosmetik und selbst das Kölner Überzahlspiel ohne Torwart führte zu keinem Ergebnis mehr. Der Harvestehuder THC holte dank einer stärkeren 2. Halbzeit seinen vierten Hallentitel. Wie auch im Vorjahr, als man im Finale Uhlenhorst Mülheim unterlag, geht Rot-Weiss Köln als Vizemeister aus dem Wettbewerb hervor.

Kleines Trostpflaster: RWK-Keeper Victor Aly (RW Köln) wurde von der Presse zum besten Torwart der Endrunde gewählt.